"Frischzellenkur" für Sportanlage

Die in die Jahre gekommene Sportanlage am Jahnweg ist längst kein Vorzeigeobjekt mehr. Aufgrund der dringend notwendigen Arbeiten gaben die Markträte nun grünes Licht zur raschen Teilsanierung. Bild: wro
Politik
Fuchsmühl
06.07.2016
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Die Sportanlage am Jahnweg gehört wahrlich nicht zu den Visitenkarten Fuchsmühls. Mit einem deutlichen Appell zur dringenden Sanierung und besorgt über die in die Jahre gekommene Sportstätte wandte sich Bürgermeister Wolfgang Braun nun an die Markträte.

Grund für die "brennende Maßnahme" sei nicht nur der Aufstieg der SG Fuchsmühl in die nächsthöhere Spielklasse, betonte der Bürgermeister. Man müsse sich fast schon für die Einrichtung schämen, sagte Wolfgang Braun in aller Deutlichkeit. Mittels mitgebrachter "Beweisfotos" unterstrich er seine Position und schlug vor, die dringendsten Arbeiten sofort in Angriff zu nehmen. Gleichzeitig jedoch forderte er auch die Unterstützung der jungen Fußballer ein. Die Leitung der Sanierungsarbeiten habe jedoch die Gemeinde inne, machte Braun deutlich. Mit am vordringlichsten sei die Instandsetzung des defekten Wasserboilers. Als weitere Baustellen nannte er die wenig einladenden Dusch- und Umkleideräume am Sportplatz.

Nicht blamieren


Die Nutzung der Einrichtungen in der Mehrzweckhalle sei keine Alternative, widersprach Braun einem Vorschlag aus dem Marktratsgremium. Die Saison stehe vor der Tür und er wolle sich bei den Gästen nicht blamieren. "Das erste Punktespiel gegen die SpVgg Wiesau findet am Tag des Bürgerfestes statt", verdeutlichte der Bürgermeister. Viel Zeit habe man also nicht. Zweifellos sei es auch dringend nötig, weitere Parkplätze zu schaffen, fuhr Braun fort. Die Platznot in der Jahnstraße - vor allem während der Spiele beziehungsweise an den Trainingstagen - sei zu einem Problem geworden. Man sollte sich rechtzeitig um Alternativen kümmern, forderte das Gemeindeoberhaupt und schloss: Trotz allem dürfe man die anstehenden Arbeiten nur als Zwischenlösung ansehen.

Ob die dafür bereitgestellten Haushaltsmittel ausreichend seien, werde sich herausstellen, so der Bürgermeister auf entsprechende Nachfragen aus dem Gremium. Mittels Eigenleistung, kostengünstiger Angebote und der Unterstützung der SG-Spieler werde man die Kosten im Griff halten, beruhige Braun.

Thema der Marktratssitzung war auch die Jahresrechnung 2015. Sie wurde dem Marktrat am 22. April zur Kenntnisnahme vorgelegt und vom Rechnungsprüfungsausschuss am 30. Mai unter die Lupe genommen. Beim Ergebnis habe sich eine Verbesserung gegenüber der Planung in Höhe von 1,12 Millionen Euro ergeben, informierte ergänzend Wolfgang Stock, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. Maßgeblichen Anteil hatte die Gewährung einer Stabilisierungshilfe in Höhe von einer Million Euro. Der Überschuss, so der Sprecher, wurde der allgemeinen Rücklage zugeführt. Diese betrage nun 1,41 Millionen Euro; geplant waren lediglich 289 000 Euro.

Im Verwaltungshaushalt wurde die geplante Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 271 952 Euro um 1,14 Millionen Euro überschritten. Damit liege sie deutlich über der Mindestzuführung in Höhe von rund 74 000 Euro, so Stock. Die Pro-Kopf-Verschuldung bezifferte der Sprecher auf 2351 Euro. "Bei der Jahresrechnungsprüfung wurden keine Unstimmigkeiten festgestellt", hob der Ausschussvorsitzende abschließend hervor und empfahl, die Jahresrechnung mit den vorgetragenen Ergebnissen zu beschließen. Das passierte einstimmig.

Anbau an Bauhofgebäude


Zugestimmt haben die Räte einem Anbau am Bauhofgebäude der Gemeinde an der Marienstraße. Die Kosten bezifferte Bürgermeister Braun mit rund 25 000 Euro. Der Betrag ist im Haushalt berücksichtigt. Da das Vorhaben im unverplanten Innenbereich der Gemeinde liegt, sei seitens des Landratsamtes noch eine Genehmigung erforderlich, so Bürgermeister Wolfgang Braun ergänzend.
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