Interkommunales Gewerbegebiet nahe der Autobahn
Gemeinsam zum Erfolg

Die Markträte waren sich einig und stimmten für ein interkommunales Gewerbegebiet. Denn dies schaffe neue Arbeitsplätze in der Region. Im Bild von links die Markträte Rainer Bleistein und Udo Fürst, Geschäftsleiter Thomas Weiß (Wiesau), Bürgermeister Toni Dutz (Wiesau), Bürgermeister Wolfgang Braun (Fuchsmühl), Ernst Tippmann, Markus Troesch und zweite Bürgermeisterin Andrea Hecht. Bild: wro
Politik
Fuchsmühl
27.01.2016
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Seit Jahren bemüht sich Wiesau ein großes Gewerbegebiet auszuweisen. Zusammen mit umliegenden Gemeinden könnte das gelingen. Nun warb Bürgermeister Toni Dutz in Fuchsmühl für das Projekt. Hier stieß er auf offene Ohren und freute sich über ein Ja der Markträte.

Mit Bürgermeister Wolfgang Braun und seinem Amtskollegen Toni Dutz aus Wiesau hatten diesmal gleich zwei Bürgermeister am großen Sitzungstisch im Rathaussaal Platz genommen. Als "Verstärkung" hatte das Wiesauer Gemeindeoberhaupt Geschäftsleiter Thomas Weiß mitgebracht. Der dritte Bürgermeister im Bunde, Gottfried Härtl aus Friedenfels, begnügte sich als Gast mit einem der Besucherstühle. Er lauschte von dort aus den Ausführungen seiner Amtskollegen.

Informationen gab es reichlich, nicht nur für die Gemeindechefs. Dutz hatte Pläne mitgebracht und lieferte Details zum künftigen, interkommunalen Gewerbegebiet am Ostrand von Wiesau. Gleich zu Beginn der Diskussion aber stellte die SPD-Fraktion den Antrag auf Änderung der Tagesordnung. Man wolle zunächst nur Informationen einholen, erklärte Gemeinderat Udo Fürst. Der SPD-Sprecher bat daher, diesmal noch von einer Abstimmung abzusehen. Marktrat Markus Troesch (CSU) konterte und plädierte für eine Beibehaltung der Tagesordnung. Dem schloss sich Bürgermeister Wolfgang Braun an. Er argumentierte, dass man mit der noch unverbindlichen Abstimmung auch ein Signal setzen wolle. Die Mehrheit der Markträte lehnte schließlich den Antrag der SPD ab.

Zahlreiche Anfragen


"Wir möchten hier keinen Werbefilm präsentieren", meinte Dutz und informierte: "Regelmäßig erhalten wir Anfragen nach Gewerbeflächen." Die Verhandlungen jedoch scheitern meist schon bei den Größenanforderungen." 3,5 Hektar Gewerbefläche seien bereits in Gemeindebesitz. Dies jedoch reiche nicht. Oft müsse man passen, da weitere geeignete Grundstücke nicht angeboten werden könnten. Toni Dutz hob hervor: "Die A 93 ist eine wichtige Achse." Er ergänzte: "Wenn es uns gelingt, auch noch die Bahn einzubeziehen, dann hätten wir sogar eine Doppelerschließung." Dutz verwies auf den Containerumschlagplatz am Wiesauer Bahnhof, der zu den größten in Bayern zähle. Er sah darin ein gewichtiges Argument, auch einen weiteren Vorteil. Waldsassen und Mitterteich stünden bereits hinter dem interkommunalen Gewerbegebiet. Nun gelte es, die unmittelbaren Nachbarn mit ins Boot zu holen. Toni Dutz: "Jetzt müssen wir pfeifen, nicht nur die Lippen spitzen." Die Suche nach den nötigen Ausgleichflächen sei eine große Herausforderung, die noch bewältigt werden müsse. Leider werde nicht jede angebotene Ausgleichsfläche akzeptiert, bedauerte der Wiesauer Rathauschef. Das erschwere das Projekt. Jeder Partner aber könne davon profitieren, schloss Dutz und folgerte: "Wir wollen in die Gänge kommen und sehen eine Chance, als Mitte des Landkreises etwas bewegen zu können." Aber man könne diese Aufgabe nicht alleine, sondern nur in einer Arbeitsgemeinschaft auf den Weg bringen, argumentierte Dutz. Die Bedenken hinsichtlich einer eventuell nötigen Erweiterung der Kläranlage konnten entkräftet werden. Da sah Dutz kein Problem.

Arbeitsplätze schaffen


"Das Rad wird nicht neu erfunden", schloss sich Bürgermeister Braun den Ausführungen seines Kollegen an und betonte, dass mit dem Beschluss noch kein Vertrag geschlossen werde. Ergebnis der rund einstündigen Diskussion war ein einstimmiges Ja zur interkommunalen Zusammenarbeit. Schließlich, so die Ansicht der Gemeinderäte, sei das wichtigste Argument die Schaffung von Arbeitsplätzen.

EnergiecoachingIn der Marktratssitzung warb Bürgermeister Wolfgang Braun für den Besuch der Ausstellung "Energiewende" im Fuchsmühler Rathaus, besonders aber fürs Energiecoaching. Diese "kleine Messe" findet am 3. Februar um 19 Uhr statt, kündigte der Bürgermeister an. Auch wenn die Energiepreise derzeit im Keller seien, lohne es sich dennoch, die vielfältigen Informationen zu nutzen. Bei der öffentlichen Veranstaltung könne sich jeder einbringen - Firmen und natürlich auch Privatleute. (wro)
Wenn es uns gelingt, die Bahn einzubeziehen, dann hätten wir sogar eine Doppelerschließung.Bürgermeister Toni Dutz
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