Jetzt geht’s an den Schuldenabbau

Politik
Fuchsmühl
26.03.2016
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Die Gemeinde Fuchsmühl hat in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen. "Trotzdem ist unsere finanzielle und wirtschaftliche Situation gut", bilanzierte Bürgermeister Wolfgang Braun, als er den Haushalt 2016 zur Abstimmung vorlegte.

Investitionen seien mit Verschuldung verbunden, meinte Wolfgang Braun. Er erinnerte: "Die Investitionen waren in den zurückliegenden Jahren erheblich, standen aber in direkter Verbindung mit den Pflichtaufgaben der Gemeinde und der Weiterentwicklung des Ortes." Dies rechtfertige auch den aktuellen Schuldenstand. Die erhaltenen Stabilisierungshilfen täten der Gemeindekasse gut. Die Einwohnerzahl sei im Vergleich zu den Vorjahren zwar gesunken, dafür entwickle sich der Arbeitsmarkt dank der gewerbefreundlichen Gemeindepolitik erfreulich positiv. Erneut seien zwei Baugrundstücke verkauft worden. Die Leerstände, insbesondere von landwirtschaftlichen Gebäuden und Gasthäusern sorgten jedoch weiterhin für Kopfzerbrechen. Erfreulich nach oben ging die Kurve bei den Übernachtungszahlen. Mit rund 4800 Übernachtungen falle die Bilanz besser aus als in den Vorjahren, so der Bürgermeister.

Der von Kämmerer Lothar Ernstberger ausgearbeitete Haushaltsentwurf hat ein Gesamtvolumen von 5 651 489 Euro, davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 2 729 752 Euro. "Das ist sehr viel", kommentierte Braun die Zahlen. "Wir schaffen in diesem Jahr eine ordentliche Zuführung zum Vermögenshaushalt." Mit 276 595 Euro übersteige der Betrag die geforderte Mindestzuführung von 66 337 Euro mehr als deutlich. Für zufriedene Mienen sorgte die Null beim Punkt Kreditaufnahme. Ergänzend zu den vorliegenden Zahlen verwies Braun auf den Höchstbetrag der Kassenkredite; dieser wurde von bisher 500 000 auf 300 000 herabgesenkt. Bedingt durch die Stabilisierungshilfen sei nun auch der Weg zur Entschuldung frei. Die Pro-Kopf-Verschuldung falle zum Jahresende auf 2058 Euro, gab Wolfgang Braun bekannt. Unverändert bleiben die Hebesätze bei der Grund- und Gewerbesteuer. Die Einkommensteuerbeteiligung in Höhe von rund 668 000 Euro, die Gewerbesteuereinnahmen von rund 100 000 Euro sowie die Schlüsselzuweisungen von rund 754 000 Euro zählen zu den wichtigsten Einnahmeposten der Gemeinde. Geld komme auch über die Photovoltaikanlage sowie die Beiträge für Wasser und Kanal in die Kasse. Mit rund 611 000 Euro schlage die Kreisumlage als höchster Ausgabeposten zu Buche. Bürgermeister Braun sprach von einem sparsamen Kurs. Freiwillige Leistungen würden weiterhin gewährt, müssten aber der Leistungsfähigkeit der Marktgemeinde angepasst werden. Abschließend hob Braun hervor, dass trotz der zahlreichen Investitionen eine Schuldentilgung erfolge. Die Leistungsfähigkeit der Gemeinde sei auch in den kommenden Jahren gegeben. Die Entwicklung zeige auch, dass weitere Investitionen möglich seien. Deutlich rückläufig sei der Schuldenstand, so der Bürgermeister noch einmal abschließend.

Diese Ansicht teilten auch die Fraktionen. CSU-Fraktionssprecher Markus Troesch zeigte sich sichtlich erfreut über die guten Zahlen. "Wir sind leistungsfähiger als in den Vorjahren." SPD-Sprecher Udo Fürst meinte, man solle die Pro-Kopf-Verschuldung nicht auf die Goldwaage legen. Dennoch sei Sparen angesagt. Den Worten seiner Vorredner schloss sich FW-Marktrat Anton April an. Es sei einer der besten Haushaltsentwürfe in seiner Amtszeit. Bei der Abstimmung hoben alle Markträte die Hand für den Haushalt.
Wir sind leistungsfähiger als in den Vorjahren.Markus Troesch (CSU)
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