Maibaum-Debatte

Alles bleibt wie gehabt: Dort wo jetzt eine Blumenpyramide steht, zieren auch in den nächsten Jahren Maibaum und Christbaum den Fahrbahnrand der Fuchsmühler Marienstraße. Bild: wro
Politik
Fuchsmühl
04.10.2016
98
0

Schon seit vielen Jahren ziert im Frühjahr ein Maibaum an der Marienstraße die Ortsmitte von Fuchsmühl. An gleicher Stelle steht in den Adventstagen ein Christbaum. Und so soll es bleiben, meinen die Markträte von SPD und Freien Wählern.

Der Platz an der Durchgangsstraße gefällt einigen Fuchsmühlern nicht, wie bei der Bürgerversammlung im Frühjahr zu vernehmen war. Bürgermeister Wolfgang Braun versprach noch am Abend der Bürgerversammlung, sich der Sache zeitnah anzunehmen.

Jetzt diskutierte der Gemeinderat. Bürgermeister Braun erinnerte noch einmal an die Wortmeldung in Sachen Mai- und Christbaum in der Bürgerversammlung. Als Gründe für einen Umzug wurden seinerzeit der Wunsch nach einem beruhigteren Bereich, auch die bessere Möglichkeit zu einer gemeinsamen Feier genannt. Unter anderem wurde auch mit einer "schöneren Optik" argumentiert. Dass es sich beim neuen Standort nicht um die geographische Ortsmitte handelt, blieb beim Bürgerwunsch jedoch unberücksichtigt.

Bürgermeister Wolfgang Braun schlug vor, den Marienplatz unweit des Dorfladens ins Auge zu fassen. Anhand einer Skizze erläuterte er die noch vorläufigen Umsiedelungspläne. Mit der Kirchenverwaltung sei schon gesprochen worden, fügte er hinzu. Dem jedoch widersprach Freie-Wähler-Marktrat Anton April, selbst Mitglied der Kirchenverwaltung in aller Deutlichkeit. Er wisse davon nichts. Nicht anfreunden konnte sich auch die SPD-Fraktion mit dem vorgeschlagenen Standort. Auf die zu erwartenden Kosten verweisend zeigte man sich vom "Umzug" wenig erfreut. Das neu zu erstellende Fundament sowie die Ausgaben für einen zusätzlichen Stromanschluss wurden als Ablehnungsgründe genannt. Auch seien Mai- und Christbaum an dieser Stelle nicht gut einsehbar. Abschließendes Argument: Das für einen neuen Standplatz aufzuwendende Geld würde für wichtigere Dinge gebraucht. CSU-Fraktionssprecher Markus Troesch vertrat die Ansicht, dass der vorgeschlagene Standort am Marienplatz durchaus sinnvoll sei und eine optische Aufwertung darstelle. Troesch empfahl daher, dem Wunsch aus den Reihen der Bürger entgegenzukommen. Troesch widersprach der Auffassung, dass die beiden Bäume - trotz ihrer Höhe - am Marienplatz nicht gut einsehbar seien. Das Für und Wider abwägend bat Bürgermeister Wolfgang Braun um eine Abstimmung. Eine Mehrheit fand der von Braun vorgetragene Bürgerantrag jedoch nicht. Denn SPD und Freie Wähler stimmten dagegen. Weniger Mühe hatten die Gemeinderäte mit der Vergabe der Fachplanung zum Energiesparen in der Mehrzweckhalle. Den Auftrag bekam das Tröstauer Fachbüro "IBEWert". "Der Verbrauch gelber Säcke wurde seitens der Entsorgerfirma bemängelt. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, die Säcke nicht mehr im Rathausfoyer auszulegen", informierte Bürgermeister Wolfgang Braun und bat die Bürger um Verständnis. Bei Bedarf möge man in der Verwaltung vorsprechen. Braun weiter: Seitens der Gemeinde wolle man selbstverständlich mitwirken, dass der Verbrauch in Grenzen gehalten werde. Einen Kommentar konnte sich der Bürgermeister nicht verkneifen: Möglicherweise sei der erhöhte Verbrauch von gelben Säcken auch der Qualität des Folienmaterials geschuldet. Abschließend bat er noch einmal um Verständnis, dass man - trotz des eher normalen Verbrauchs in der Gemeinde - künftig ein wenig mehr darauf achte, welche Mengen im Rathaus abgeholt werden.

Pauken im Rathaus


Der Mietvertrag mit dem Landratsamt beziehungsweise mit dem Kolping-Bildungswerk ist unter Dach und Fach. Zwei der ehemaligen Schulsäle im jetzigen Rathausgebäude werden künftig als Unterrichtsräume für Integrationskurse (Flüchtlinge) genutzt, berichtete Bürgermeister Wolfgang Braun. Weitere zwei Klassen seien in der Mehrzweckhalle untergebracht.

Beim aktuellen Entwurf zum Landesentwicklungsprogramm ist auch Fuchsmühl berücksichtigt. Dass die Zentren neu zu definieren seien, wusste man, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Braun. Keinesfalls dürfe man sich am im Papier enthaltenen Ausdruck "strukturschwach" stören, fügte er hinzu. Neben Wiesau sei auch der Markt Fuchsmühl als förderfähig eingestuft worden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.