Mobiler Bauernmarkt das Ziel

Wie der Bereich rund um den ehemaligen Gasthof "Zum Schützen" in das Förderprogramm einbezogen werden kann, blieb bei der Gemeinderatssitzung noch offen. Man werde das Ensemble jedoch im Auge behalten. Bild: wro
Politik
Fuchsmühl
30.11.2016
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Durch eine neue Ortstafel ist die Schlossallee nun eindeutig als Gemeindeteil gekennzeichnet. Das bedeutet Tempo 50. Bild: wro

Läden, Banken und Dienstleister zieht es in die Städte. Das Leben auf dem Land attraktiver zu gestalten, ist eine Herausforderung. Hier setzt das Projekt E-Dorf an. Dem Fuchsmühler Dorfladen kommt dabei große Bedeutung zu.

In Bayern liegen mehr als 700 Gemeinden in Räumen, in denen besonderer Handlungsbedarf auf dem Weg zur Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen besteht. Mehr als zwei Millionen Menschen sind in diesen Regionen des Freistaats zu Hause. Das Projekt E-Dorf verfolgt nun das Ziel, Strategien zu entwickeln, wie mit Hilfe neuartiger Informations- und Kommunikationstechnologien die Attraktivität ländlicher Regionen nachhaltig gesteigert werden kann.

So könnte mit einem mobilen Bauernmarkt mit Produkten aus der Region die Versorgungsstruktur im Gebiet der Steinwald-Allianz aufrecht erhalten werden, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Braun in der Sitzung des Marktrates. "Dem Fuchsmühler Dorfladen kommt beim geplanten E-Dorf-Projekt eine zentrale Rolle zu." Denn hier könnten die Waren und Güter gelagert werden. Unterstützung erhalte der mobile Bauernmarkt, der auch mit einem Geldautomaten ausgestattet werde, unter anderem von der Seniorenfachstelle am Landratsamt Tirschenreuth. Es werde auch ein neuer Arbeitsplatz geschaffen, informierte Braun. Die Kosten bezifferte er auf rund 150 000 Euro. Mit Zuschüssen in Höhe von 70 Prozent sei zu rechnen. Der Rest werde von der Steinwald-Allianz übernommen.

"Wir wären dumm"


Zuschüsse aus dem Städtebaufördertopf kann Fuchsmühl derzeit gut gebrauchen. Nähere Einzelheiten zur Förderung der Carl-Ulrich-Straße und des nördlich davon gelegenen Parkplatzes müsse man zwar mit der Regierung noch abklären, man sei aber optimistisch, meinte Bürgermeister Wolfgang Braun mit Verweis auf die bereits geführten Gespräche. "Wir wären dumm, wenn wir die Fördermöglichkeit nicht in Anspruch nähmen", betonte CSU-Marktrat Markus Troesch. Über die Bezuschussung der Baumaßnahme Carl-Ulrich-Straße und Parkplatz freute sich auch Reiner Bleistein von der SPD und schlug vor, den Bereich beim ehemaligen Gasthof "Zum Schützen" auch gleich mit einzubeziehen. Dass sei so ohne Weiteres nicht möglich, klärte Bürgermeister Braun auf. Vieles sei dort noch im Umbruch. In Folge der Trennung durch die Marienstraße müsse gegebenenfalls ein neuer Abschnitt gebildet werden. Ernst Tippmann von der Verwaltung empfahl ein rasches Handeln und nannte dabei den kleinstnotwendigen Umgriff an der Carl-Ulrich-Straße. Der Beschluss, die städtebauliche Gestaltung wie vom Architekten vorgeschlagen durchzuführen, erging einstimmig. Geschlossen stimmten die Markträte für die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle. Architekt Peter Hilgarth stellte das Konzept vor. Die Kosten bezifferte er mit rund 1 080 000 Euro. Angedacht seien unter anderem die Erneuerung der Beleuchtung und der Fenster. Geplant sei auch eine Hackschnitzelheizung. Keinen Handlungsbedarf sieht Hilgarth bei der Notstromversorgung und bei der Lüftungsanlage. Zurückgestellt wurde der behindertengerechte Notausgang für die Schießanlage. Dieser werde nicht bezuschusst, begründete Wolfgang Braun den Aufschub, versprach aber alternative Fördermöglichkeiten zu suchen. Als Sanierungskostenanteil für die Gemeinde unter Berücksichtigung der Fördergelder nannte Wolfgang Braun 250 000 Euro. Keine optischen Veränderungen seien an der Fensterfront zu erwarten. "Die Halle ist ein Schmuckstück", lobte SPD-Marktrat Udo Fürst.

"Die Ortstafel wurde inzwischen geliefert und von den Mitarbeitern des Bauhofes aufgestellt." Damit sah Bürgermeister Braun die Anregung von SPD-Marktrat Udo Fürst als erledigt an, der empfohlen hatte, an der Schlossallee für eine Geschwindigkeitsregelung zu sorgen. Besonders am Herzen lag Braun ein Hinweis auf den Weihnachtsmarkt am 3. Dezember beim Dorfladen. Eröffnet wird dabei auch das Modul "Kraftwerk Baum" unweit des Markthauses.
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