30 Jahre AWO Fuchsmühl
Hilfe im Zeichen des roten Herzens

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Mitglieder des Ortsvereins mit Ehrennadeln und Urkunden ausgezeichnet. Von links Bezirksvorsitzender Siegfried Depold, Bezirksrat Toni Dutz, Hannelore Gammer, Ehrenkreis- und Ehrenortsvorsitzender Erich Köllner, Ehrenmitglied Hannelore Bienlein-Holl, AWO Kreisvorsitzender Thomas Döhler, Bürgermeister Wolfgang Braun, Heinrich Ulrich sen., Ortsvorsitzender Edwin Ulrich, 2 Vorsitzender Gustl Sperber. Bild: wro
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Fuchsmühl
27.09.2016
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"Trotz der Hilfe, die draußen geleistet werden muss, darf man die Not vor der Haustüre nicht vergessen", mahnte Erich Köllner in seiner Rückschau: Der Ehrenvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) auf Orts- und Kreisebene würdigte drei Jahrzehnte humanitäre Hilfe.

Der 1986 im Gasthof "Weissenstein" wiedergegründete AWO-Ortsverband blickte bei einer Feierstunde auf seine erfolgreiche Arbeit zurück. Von einem, so wörtlich, "Dämmerschlaf" wusste Köllner nach der ersten Gründung in den 1950er Jahren. Mitte der 1980er Jahre sei der Ortsverband mit vereinten Kräften noch einmal aus der Taufe gehoben worden. Eindringlich bat der Herzogöder am Rednerpult stehend die Wahrheit sagen zu dürfen: Deutschland sei ein reiches Land. Dass der Lohn eines Arbeiters oft nicht zum Leben reiche sei aber mehr als bedauerlich. Minijobs und Niedriglöhne wären keine solide Basis für eine ausreichende Altersversorgung, so Köllner zur Situation am Arbeitsmarkt. In enger Zusammenarbeit mit Hannelore Bienlein-Holl hatte Erich Köllner die Vereinschronik erstellt, eindrucksvoll schilderte der ehemalige Kreisvorsitzende die Entwicklung. Köllner erinnerte dabei an zahlreiche Veranstaltungen, an die unzähligen Ausflugsfahrten, aber auch an die Bedeutung der Arbeiterwohlfahrt als Arbeitgeber in der Region. Mit einem Appell zur Mitgliederwerbung bedauerte er aber zugleich den fehlenden Nachwuchs. "Die Leute kommen nicht einfach nur so", fügte Köllner hinzu. Man müsse sie ansprechen und sie überzeugen können.

Die AWO sei ein Garant für humanitäre Hilfe vor Ort; zugleich bat er um eine beständige Fortsetzung der Arbeit ganz im Zeichen des roten Herzens. Die Glückwünsche des Bezirksverbandes überbrachte dessen Vorsitzender Siegfried Depold. Erfreut zeigte sich der Gast aus Niederbayern über die große Anzahl der Festbesucher, auch über das Herzen- und Rosen-Meer auf den Tischen und über die "Roten Socken", die den Abend musikalisch begleiteten. Hannelore Bienlein-Holl, die vor wenigen Monaten mit der silbernen Verdienstspange des Bezirksverbands Niederbayern/Oberpfalz ausgezeichnet worden war, sei wichtiger Motor. "Lange Zeit lag die Fuchsmühler AWO in einem Dornröschenschlaf" fuhr Depold fort. "Dann kam ein strahlender Prinz und küsste die AWO wach." Die AWO sei wertvoller Baustein der Gesellschaft.

Zur aktuellen Situation sagte Depold, es sei falsch, die aus Krisengebieten geflüchteten Menschen zu diffamieren. "Stattdessen ist helfen angesagt."

Hilfe darf kosten


Mitmenschlichkeit sei mit Geld nicht zu bezahlen. Aber die Gesellschaft müsse langsam anfangen zu begreifen, dass Hilfe etwas kosten darf, kosten muss. Kritik übte Depold an all diejenigen, die verdientes Geld in dunkle Kanäle verschwinden lassen. "Das meiste Geld kosten uns die Steuerflüchtlinge." (Info-Kasten/Hintergrund)

Hannelore Bienlein-Holl neues EhrenmitgliedBeim Festabend zum 30-jährigen Bestehen des AWO-Ortsverbands sind treue Mitglieder ausgezeichnet worden. Für 60 Jahre erhielt Heinrich Ulrich sen. das Treuezeichen der Arbeiterwohlfahrt. Vier Jahrzehnte gehört Hannelore Bienlein-Holl der AWO an. Sie ist zum Ehrenmitglied ernannt worden, außerdem bekam sie das goldenen Abzeichen der Arbeiterwohlfahrt. 30 Jahre sind dabei Hannelore Gammer, Robert Robl, Therese Ulrich, Maria Zeitler. 25 Jahre Mitglied ist Gisela Lindner, 20 Jahre Anni April und 15 Jahre Claudia Käs. (wro)
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