Altes Dorf fit für die Zukunft

Strahlende Gesichter gab es bei den Gewinnern aus Herzogöd, die eine Winterlinde, 1000 Euro und eine Siegerurkunde bekamen. Mit Bürgermeister Wolfgang Braun (Vierter von rechts) freute sich auch Landrat Wolfgang Lippert (Dritter von links). Bild: wro
Vermischtes
Fuchsmühl
12.10.2016
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Das Steinwalddörfchen zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite. Meisterhaft gestalteten die Bewohner die Siegesfeier des Landkreis-Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden".

Herzogöd. Mit 84 Punkten hatte der Fuchsmühler Ortsteil die Nase vorn. Mit einem eindrucksvollen Konzept verwiesen die Bewohner ihre Mitkonkurrenten aus Maiersreuth, Hohenthan und Friedenfels auf die Plätze. Gefallen konnte der historische Ort auch mit seiner rührigen Dorfjugend. Fesche Dirndln, Lederhosen und freundliche Gesichter beherrschten das bunte Bild in der festlich dekorierten Halle beim "Weber-Anwesen". Viel Applaus bekamen die Kleinsten mit ihrem "Regenwurm-Ständchen". Den ganzen Tag wurde fleißig zusammengelangt, für die Bewirtung der Gäste sorgte das Team vom "Café Heidi".

Das rund 700 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Herzogöd ist Wohn-, Arbeits- und Ferienort zugleich. Dass es fast schon einem Freilichtmuseum ähnelt, hört die Dorfjugend gar nicht so gerne. "Wir sind ein lebendiger Ort", konterte Sprecherin Alexandra Stöckert. Das Historische erhalten wolle man freilich, kündigte sie an: "Wir stellen wieder einen Maibaum auf." Zeitnah will man auch wieder das beliebte Antoniusfest feiern.

Die Bewohner haben jedenfalls nicht vor, den Ort in einen Schlafzustand zu versetzen. Alte Häuser wurden restauriert, bleiben als Wohnstätten erhalten. Mit Liebe zum Detail und viel Aufwand wurde das Forsthaus revitalisiert. Kühe grasen auf der Weide, in der nahe gelegenen Kfz-Werkstatt werden Autos repariert, die dörfliche Gastronomie hat sich zum Geheimtipp in Sachen gutes Essen emporgearbeitet. Die Wohnqualität ist hoch, zweifellos auch wegen der schönen Lage und einer beeindruckenden Aussicht.

Als faire "Verlierer" zeigten sich die Mitkonkurrenten aus dem Landkreis, die eigens zur Siegerehrung nach Herzogöd gereist waren. Mit einem Geschenk gratulierte die Dorfgemeinschaft aus Hohenthan. Ihren Beitrag hatte die Kommission mit einem Sonderpreis gewürdigt. "Im Rahmen des Wettbewerbs wird nichts verordnet, nur empfohlen", betonte Landrat Wolfgang Lippert. Jeder einzelne könne sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringen.

"Unser Dorf soll schöner werden" bleibe trotz oder gerade wegen seiner Tradition ein zeitgemäßer Wettbewerb. "Die Bürger sollen sich hier wohlfühlen." Lohn für die Mühen der Herzogöder waren neben Lipperts Glückwünschen eine Sieger-Urkunde, ein Geldpreis in Höhe von 1000 Euro und ein Gutschein für eine Winterlinde auf dem Dorfplatz. Mit Erinnerungsgeschenken bedankte sich Lippert bei der Bewertungskommission.

Stolz auf seine Dorfbewohner zeigte sich Fuchsmühls Bürgermeister Wolfgang Braun. "Das Herzogöder Motto ,Fit für die Zukunft' wurde in vollem Umfang umgesetzt." Flächen werden sinnvoll genutzt, Streuobstwiesen und Hecken bereichern den Ort, alte Häuser wurden renoviert, Leerstände vermieden. Besonders würdigte Braun das Bemühen der im Dorf ansässigen Kreisheimatpflegerin Marlene Stöckert, die er als "Lenkerin" bezeichnete.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der "Falkenberger Karpfenmusik". Bei einem gemeinsamen Rundgang stellten die Herzogöder ihr Dorf den interessierten Gästen vor.

Hier wird nichts verordnet, nur empfohlen.Landrat Wolfgang Lippert
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