Arbeiterwohlfahrt Fuchsmühl blickt auf 30 Jahre voller Aktivitäten zurück - ...
Nach Dämmerschlaf wieder höchst lebendig

In geselliger Runde treffen sich Sieglinde Sperber, Minne Weiß, Erich Köllner, Heinrich Ulrich, Vorsitzender Edwin Ulrich und stellvertretender Vorsitzender Gustl Sperber (von links) zu einer Festausschuss- und Vorstandssitzung im Garten von Hannelore Bienlein-Holl (Dritte von rechts). Bild: wro
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Fuchsmühl
15.09.2016
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Die 1919 gegründete Arbeiterwohlfahrt mit Sitz in Berlin gehört zu den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Der Ortsverband Fuchsmühl ist seit 30 Jahren ein ausgesprochener Aktivposten. Anlass genug für eine Feier am Samstag, 24. September.

Schwierige Geschichte


Entspannt auf die langjährige Verbandsgeschichte zurückblicken könne man in Deutschland leider nicht, bedauert der Fuchsmühler AWO-Ortsvorsitzende Edwin Ulrich. Denn nach der misslungenen Gleichschaltung während der NS-Zeit folgte das Verbot, anschließend sogar die Auflösung der Arbeiterwohlfahrt. Alles andere als leicht waren auch die Jahre nach der Wiedergründung 1946. Sowohl in der damaligen sowjetischen Besatzungszone als auch in der späteren DDR war die AWO nicht zugelassen. Erst im Februar 1990 wurde sie auch dort wiedergegründet, informiert Ulrich.

Heute 160 Mitglieder


Nicht ganz so alt wie der AWO- Bundesverband ist der Fuchsmühler Ortsverein. Der Grundstein wurde am 25. März 1986 gelegt. Genaugenommen ist der Fuchsmühler Ableger aber deutlich älter, erinnert sich Ehrenmitglied Heinrich Ulrich an die damals ins Stocken geratene Vereinsgründung. "Tatsächlich könnten wir sogar unser 60-jähriges Bestehen feiern, wäre der Ortsverein nicht zwischendurch in einen Dämmerschlaf verfallen", kommentiert der Senior. "Den ersten Vereinsbeitrag hatte ich entrichtet. Dabei blieb es dann auch, die Vereinsaktivitäten schliefen wieder ein." Jahrzehntelang war dann nichts mehr zu hören.

Unterstützt von namhaften Paten aber weckte man vor 30 Jahren die Fuchsmühler AWO aus ihrem Dornröschenschlaf auf. Von anfänglich 33 Mitgliedern steigerte man die Zahl auf stattliche 160. Dazwischen liegen drei Jahrzehnte lebendige Wohlfahrtsarbeit im Ortsverein. Als Mann an der Spitze leitete Theo Schaumberger die Geschicke des wiedergegründeten Ortsverbands. Aufgrund einer schweren Erkrankung musste er das Amt nach wenigen Monaten aufgeben und übergab die Geschäfte an Erich Köllner. Bis November 2014 war der Herzogöder der Vorsitzende. Dann übernahm Edwin Ulrich seine Aufgaben. Köllner wurde zum Ehrenorts- und Ehrenkreisvorsitzenden ernannt. Als langjährige Kreisvorsitzende und Kreisgeschäftsführerin leitete Hannelore Bienlein-Holl ebenfalls die Geschicke der Arbeiterwohlfahrt. Auf ihre Initiative gehen auch die Benefizveranstaltungen zurück. "Namhafte Künstler traten in aller Regel kostenlos bei den stets gut besuchten Wohltätigkeitsnachmittagen auf: Billy Mo, Eberhard Hertel, Brigitte Traeger und viele andere." Besonderer Höhepunkt war das große Familienfest 2009 in Fuchsmühl mit rund 700 Gästen.

"Vor 30 Jahren haben wir ein Buch aufgeschlagen, in das wir geschrieben haben und das wir immer weiter füllen werden. Mit Herz, sozialem Engagement und dem ständigen Bemühen um Gerechtigkeit", beschreibt Köllner die Vielzahl der Angebote, Fahrten und das wohltätige Engagement der Arbeiterwohlfahrt. Schließlich zitiert er den im Frühjahr verstorbenen bayerischen AWO-Ehrenvorsitzenden Berthold Kamm, der bei einem Besuch in Fuchsmühl sagte: "Wenn die freie Wohlfahrtspflege heute ihre Arbeit einstellen würde, müsste der Staat von morgen den Notstand ausrufen."

Mit "Roten Socken"Der Festakt zum 30. Jubiläum der AWO Fuchsmühl findet am Samstag, 24. September, ab 18 Uhr im Gasthof "Weißenstein" statt. Die Chronik verliest der Ehrenvorsitzende Erich Köllner, Festredner ist Bezirksvorsitzender Siegfried Depold. Für die musikalische Umrahmung sorgen Helmut Plommer und die "Roten Socken". (wro)
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