Arbeitskreis "Integration für Flüchtlinge" blickt zufrieden auf das Erreichte zurück
"Ihr gehört zu Fuchsmühl"

Vermischtes
Fuchsmühl
08.10.2016
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Aktiv Hilfe leisten und mit Vorurteilen aufräumen, ist ein wichtiger Leitsatz des Fuchsmühler Arbeitskreises "Integration für Flüchtlinge". Die Integration der in Fuchsmühl lebenden syrischen Kriegsflüchtlinge genießt inzwischen Vorbildcharakter. Die Herbstversammlung bot Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und Gedanken auszutauschen; aktuelle Probleme kamen auf den Tisch. Gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Braun konnten offene Fragen vor Ort erörtert werden. Besonders freute sich Vorsitzende Hannelore Bienlein-Holl über den Besuch einiger Vertreter aus den Reihen der hier lebenden Flüchtlingsfamilien.

Sprungbrett


Überaus erfreulich, so die Sprecherin einleitend, sei die Tatsache, dass die Familien im Ort "gut und freundlich aufgenommen wurden". Manche fanden - wenn auch befristet - inzwischen Arbeit. Hannelore Bienlein-Holl nannte das meist zeitlich begrenzte Arbeitsangebot "wertvolle Sprungbretter für weitere Anstellungen". Dank großzügiger Unterstützung von außen besuchte man gemeinsam im Mai den Nürnberger Tiergarten. Im Schlosspark gab es vor wenigen Wochen das deutsch-syrische Freundschaftsfest. Wie bereits im Vorjahr am Waldbadeweiher war auch der diesjährige kulturelle Gedankenaustausch unter Freunden gut besucht. Bei orientalischen Klängen wurde im Schlossgarten getanzt und gelacht, neue Freundschaften konnten geschlossen werden, so Hannelore Bienlein-Holl - "ein schönes Fest". Ihr Dank galt "Schlossherrn" Bernd Artinger und den vielen ehrenamtlichen Helfern.

Die in Fuchsmühl lebenden Kriegsflüchtlinge seien auch an den christlichen Bräuchen ihres Gastlandes sehr interessiert, wusste Hannelore Bienlein-Holl und erinnerte an das vorweihnachtliche Treffen im Vorjahr. "Die Rückmeldungen auf beiden Seiten waren überaus positiv." Das sei Grund für eine Wiederholung. Bei Kaffee, Kuchen und orientalischem Gebäck wolle man an einem Adventsnachmittag gerne noch einmal zusammenkommen, um deutsch-syrische Freundschaften weiter festigen zu können.

Dank der Unterstützung der Gemeinde und engagierter Mitglieder wurden inzwischen auch einige offene "Baustellen" geschlossen. So wurde - auch mit Hilfe der Unterstützung von Landtagsabgeordneter Annette Karl und Bürgermeister Wolfgang Braun - das Problem Internetanschluss im Hochhaus gelöst. Es wäre schön, wenn sich die syrischen Familien für einen Verbleib in der Gemeinde aussprechen würden, meinte Bürgermeister Wolfgang Braun: "Ihr gehört zum Erscheinungsbild unseres Ortes." Gerne sei man bereit, den Familien bei Arztbesuchen oder Behördengängen zur Seite zu stehen. Schwierig gestalteten sich aber oft die Planungen der Fahrdienste. Für Entspannung könnte das "Baxi" sorgen. Braun empfahl einen Informationsabend.

Top-Noten


Der Wechsel der Buben und Mädchen vom Kindergarten zur Grundschule beziehungsweise von dort zur Mittelschule sei nahezu problemlos verlaufen. Ob man immer helfen könne, wisse man nicht, meinte Elke Wittmann. "Man kann es aber wenigstens versuchen", ergänzte die Pädagogin im Ruhestand. Wichtig sei der gute Kontakt zu den Lehranstalten. Erfreuliche Fortschritte zeigten sich ja bereits. Mit ausgezeichneten Schulnoten und als Prüfungsbeste schaffte die junge Syrerin Amani Jawish vor wenigen Monaten den Qualifizierenden Mittelschulabschluss.
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