Beispielhaftes Miteinander

Mit kleinen Geschenken bedankte sich Bürgermeister Wolfgang Braun bei Polizeihauptkommissar Hermann Weiß (links) für dessen Ausführungen in der Gemeinderatssitzung. Bild: Ernst Tippmann
Vermischtes
Fuchsmühl
30.05.2016
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Die aktuelle Kriminalitätsstatistik stellte Polizeihauptkommissar Hermann Weiß in der jüngsten Fuchsmühler Gemeinderatssitzung vor. Dabei berichtete er, dass es im Zusammenhang mit den vor Ort lebenden Flüchtlingen noch keinen einzigen Einsatz gegeben habe.

"Im vergangenen Jahr mussten sich die Kollegen mit 3110 polizeirelevanten Vorgängen befassen", informierte der Gast von der PI Tirschenreuth einleitend. 23 davon waren Straftaten, im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 7 Vorfälle. Dazu zählte auch eine Diebstahlserie, die schließlich aufgeklärt werden konnte. "Ungeklärt blieben bislang zwei schwere Diebstähle, unter anderem auch eine in der Kapelle Maria Frieden", so Weiß.

Keine Probleme


Keinerlei Probleme habe man mit den im Landkreis untergebrachten Flüchtlingen, stellte der Polizeibeamte zusammenfassend fest. Das Miteinander mit den Flüchtlingsfamilien in der Marktgemeinde Fuchsmühl sei beispielhaft. In der mit 50 Personen belegten Wohnanlage am Buchäckerweg habe es überhaupt noch keinen Vorfall gegeben, bei dem die Polizei hätte einschreiten müssen.

Steigende Zahlen registriere man bei den Lkw-Unfällen. Trotzdem zog Weiß in Bezug auf die Unfallstatistik im Gemeindegebiet ein positives Fazit. Auffallend hoch sei mit rund einem Drittel der Anteil der Wildunfälle. Versuche mit blauen "Katzenaugen" an den Straßenleitpfosten hätten laut Weiß bislang keine messbaren Erfolge gebracht.

Ein weiteres Thema war die 26. Änderung des Regionalplans Oberpfalz Nord. Bürgermeister Wolfgang Braun erläuterte die wesentlichen, vor allem die Region betreffenden Änderungen. Als Beispiele nannte er die Stärkung der EDV-Schulen in Wiesau, die interkommunale Gewerbeflächenentwicklung und die Berücksichtigung des Bahn-Container-Terminals Wiesau. Gleichzeitig würden die Bedeutung der Naturparks und die Weiterentwicklung des Radwegenetzes in Richtung Tschechiens hervorgehoben. Der Plan beinhalte Aussagen, die man problemlos bejahen könne, so Braun. Daraufhin gab es einstimmig grünes Licht.

3000 Euro pro Jahr


Verschoben in die nächste Sitzung wurde auf Anregung von Bürgermeister Braun die Verabschiedung des Haushaltes für das Kinderhaus "Sankt Marien". Der Grund war, dass sich mehrere Markträte entschuldigt hatte. Positiv bewertete der Bürgermeister die Beteiligung an einer Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung. "Es hat sich wieder gelohnt, daran teilzunehmen", so Wolfgang Braun zur Suche nach günstigem Strom. Erfolgreicher Anbieter waren die Stadtwerke Augsburg mit einem Arbeitspreis von 2,3709 Cent/kWh, was gegenüber dem derzeitigen Arbeitspreis der Firma Eon eine Einsparung von 43 Prozent bedeute. Bei einer Abnahmemenge von rund 170 000 kWh könne man in Fuchsmühl mit einer Einsparung von jährlich 3000 Euro rechnen.

Beim Punkt "Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse" ging der Bürgermeister auf den geplanten Anbau am Hauptgebäude des gemeindlichen Bauhofs und die Versetzung des Salzsilos ein. Der Anbau nehme langsam Formen an, bei der geplanten Erweiterung könne man bis an die Grundstücksgrenze gehen. Der Eigentümer des Nachbargrundstückes zeige sich mit der Maßnahme einverstanden. An der Grenze zum Nachbaranwesen müsse eine gemauerte Brandwand errichtet werden. Ansonsten sehe die Planung eine Holzbauweise vor. Keinerlei Probleme gebe es mit der geplanten Versetzung des Salzsilos. Der Grundstücksanlieger habe auch für dieses Vorhaben grünes Licht gegeben.

Aus der jüngsten Sitzung der Steinwald-Allianz berichtete Wolfgang Braun, dass sich zwölf Kommunen im Landkreis über den Ausbau ihres Kernwegenetzes freuen können. In Fuchsmühl sind die Forststraße von der Einmündung der Konrad-Adenauer-Straße bis zum Forstparkplatz sowie der Weg vom Hundeübungsplatz bis hinunter nach Mühlhof betroffen. Nicht zuletzt gab der Bürgermeister bekannt, dass die Gemeinde vom 1. September 2016 bis zum 31. Juli 2017 zwei Klassenzimmer zum Preis von je 3,50 pro Quadratmeter (zuzüglich der Nebenkosten) an den Landkreis Tirschenreuth vermietet. Genutzt werden sie als Unterrichtsräume für Flüchtlinge.
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