Die Schwachen im Blick

Antworten auf Fragen zur Heimunterbringung gab Brigitte Scharf. AWO-Ortsvorsitzender Edwin Ulrich (links) und zweiter Vorsitzender Gustl Sperber (rechts) dankten mit einem Blumenstrauß. Bild: wro
Vermischtes
Fuchsmühl
19.11.2016
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Edwin Ulrich kann sich auf seine Leute voll und ganz verlassen. Da ließ der Fuchsmühler AWO-Ortsvorsitzende nicht einmal den Hauch eines Zweifels aufkommen. Sein Dank galt nicht nur den Vorstandskollegen, sondern all jenen, die sich aktiv in die AWO-Arbeit einbringen.

Voller Lob betonte Edwin Ulrich bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Weißenstein": "Ich wünsche mir, dass innerhalb des Vorstands weiterhin harmonisch zusammengearbeitet wird und ich auch künftig die Unterstützung aller habe." Auch mit kritischen Worten habe er kein Problem.

Gut aufgelegt präsentierte der Vorsitzende den Rückblick und listete sämtliche Termine auf. Unter anderem erinnerte er an Weihnachtsfeier und Ehrenabend. Aktiv war die AWO beim Bürgerfest und beim deutsch-syrischen Freundschaftsfest im Sommer. Besonderer Höhepunkt war das Gründungsjubiläum (30 Jahre) mit Festabend im Gasthof "Weißenstein", so Ulrich. Als kleinen Wermutstropfen bezeichnete er die geringe Besucherzahl beim Festakt. "Von den Fuchsmühler Vereinen und den AWO-Ortsvereinen hätte ich mir mehr erwartet", bedauerte der Ortsvorsitzende. Nicht unerwähnt ließ Ulrich das AWO-Benefizkonzert in der Fuchsmühler Mehrzweckhalle, den gemeinsamen Besuch der, so Ulrich, gelungenen Veranstaltung mit Josef "Bäff" Piendl und Alleinunterhalter Manuel Rahm. Den Mitgliederstand bezifferte der AWO-Vorsitzende auf 147. Ergänzt wurde Ulrichs Rechenschaftsbericht durch einen Rückblick auf Termine auf Kreisebene.

Eine Sammlung weniger


Die Schatzmeisterin des Ortsverbandes, merkte Ulrich an, sei in Personalunion auch die derzeit einzige hauptamtliche AWO-Sammlerin. Sieglinde Sperber klopft an die Türen und bittet in rund 800 Fuchsmühler Haushalten um Spenden, was Ulrich jedoch zu einem kritische Unterton veranlasste. Zwei Sammlungen im Jahr mit nur einer einzigen Person besetzt, dies müsse man dringend auf den Prüfstand stellen, fügte er hinzu und bat um Aussprache. Künftig - so das Ergebnis - wolle man auf die Herbstsammlung verzichten.

Keinen Anlass zu einer Diskussion gab der Termin der Weihnachtsfeier. Diese findet am Sonntag, 11. Dezember, um 14 Uhr im Hotel "Hackelstein" statt. Auf die sonst üblichen Weihnachtsgeschenke werde man heuer verzichten, informierte Ulrich. Stattdessen wird dem örtlichen Kinderhaus "Sankt Marien" eine Spende übergeben. Bürgermeister Wolfgang Braun bedankte sich in seinen Grußworten für das soziale Engagement des AWO-Ortsvereins. Die Suche nach Ehrenamtlichen werde immer schwieriger, bedauerte AWO-Kreisvorsitzender Thomas Döhler aus Pechbrunn. Im Bereich Asyl sei die AWO aktiv eingebunden. Die Kosten dafür nannte er nicht erdrückend. Ausdrücklich stellte der Kreisvorsitzende fest: "Wer hilfsbedürftig ist, bekommt auch Hilfe!"

Einige Fallstricke


Wer zahlt die Heimunterbringung bei geringer Rente? Antworten auf diese und weitere Fragen lieferte die Erbendorfer Verwaltungsangestellte und Fachfrau Brigitte Scharf. "Ich merke es immer wieder, die Leute wissen nicht, was auf sie zukommt." Dass der Bezirk Oberpfalz ungedeckte Heimkosten übernehmen müsse, wirke beruhigend. Jedoch nur bedingt. Nicht zu vergessen sei die Pflegeversicherung, die ihren Teil dazu beitrage. Doch Fallstricke, etwa bei Wohnrechten, Schenkungen von Wohneigentum oder Barwerten, lauern, warnte Scharf. Die Fragebögen seien umfangreich, Kontoauszüge müssen vorgelegt werden. Humorvoll gab sie umfassend Auskunft, beleuchtete die unterschiedlichsten Fälle. "Es lässt sich vieles regeln", schloss die Referentin. "Man muss sich nur rechtzeitig informieren."
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