Energiewende für alle

An mehreren Messeständen konnten sich die Besucher in der Mehrzweckhalle über Möglichkeiten zum Energiesparen informieren. Bild: wro
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Fuchsmühl
05.02.2016
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Hoffen wir auf einen positiven Bescheid beim kommunalen Investitionsprogramm, damit Sie die Hausaufgaben auch machen können

An interessanten Themen mangelte es nicht, auch nicht an Ausstellern. Dennoch war die Besucherzahl beim Info-Abend zum Pilotprojekt Energiecoaching überschaubar.

Der Abend bot eine Fülle an Informationen rund ums Energiesparen. Als eine von wenigen Kommunen im Landkreis unterzieht sich die Marktgemeinde Fuchsmühl derzeit in Zusammenarbeit mit dem "Energietechnologischen Zentrum Nordoberpfalz" einem Energiecoaching. Das Ziel: Die Ermittlung von Einsparmöglichkeiten in der Gemeinde. Natürlich soll davon auch möglichst jeder Bürger profitieren.

Die Gemeinde hatte sich mit der Vorbereitung viel Mühe gegeben. Die Resonanz auf den ersten Fuchsmühler Energietag in der Mehrzweckhalle aber war verhalten. So blieb aber Zeit für ausführliche Gespräche. Ein Bummel durch die Messestände lohnte sich. Wer wollte, konnte auch die Leihausstellung zum Thema Energiewende im Foyer des Rathauses besichtigen. Sie war den ganzen Abend über geöffnet. Vertreter der Sparkasse schließlich boten Beratungsgespräche zu möglichen Zuschüssen an.

Unabhängig


Was die Auswahl an Informationen betrifft, darf der Energietag als kleiner Erfolg gewertet werden. Matthias Rösch, Geschäftsführer des "etz Nordoberpfalz", stellte zunächst das 2012 gegründete Unternehmen vor: eine unabhängige, kommunale Energieagentur der Landkreise Neustadt und Tirschenreuth sowie der Stadt Weiden. Sie sei Anlaufstelle für Fragen rund ums Thema Energie. Das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende für alle Bürger erfolgreich zu gestalten, so Rösch. Es würden keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt. Weiter betonte der Geschäftsführer: "Wir bieten gerne auch persönliche Gespräche an. Die Erstberatung ist kostenlos."

Matthias Rösch erläuterte anhand unterschiedlichster Beispiele Möglichkeiten, Energie effizient zu nutzen. Auch zeigte er die entsprechenden Förderwege auf. Rösch betonte: "Es gibt viele Ansätze, um Energie zu sparen. Ein besonderes Augenmerk legten die Fachleute bei ihrer aktuellen Analyse auf das Rathaus und die angrenzende Mehrzweckhalle mit den Sportanlagen." Bei beiden Gebäuden gebe es Handlungsbedarf, informierte Rösch.

Beispiele gefällig? Matthias Rösch: "Schauen Sie sich die große Glasfront mit den Holzfenstern an. Blicken Sie auch zur Decke und beachten Sie die energieintensiven Leuchtstoffröhren." In naher Zeit werde sich der Marktrat wohl auch mit der in die Jahre gekommenen Heizungs- und Lüftungsanlage befassen müssen. Kostenlos und kostensparend zugleich sei die Sensibilisierung der Mitarbeiter, empfahl Rösch. Standby-Betrieb koste Geld, ergänzte der Fachmann. Die Energiespartipps werde Bürgermeister Wolfgang Braun sicher umgehend in den Geschäftsräumen umsetzen lassen. "Hoffen wir auf einen positiven Bescheid beim kommunalen Investitionsprogramm, damit Sie die Hausaufgaben auch machen können", beendete der "etz"-Fachmann seinen Vortrag.

Handeln statt jammern


"Wir jammern, dass wir kein Geld haben und sind selbst daran schuld, wenn wir es zum Kamin hinauspulvern", kommentierte Bürgermeister Braun Röschs Ausführungen. Auch Wolfgang Braun gelang es mit seinem Vortrag zu überzeugen: "Auch wenn vielleicht ästhetische Gründe dagegen sprechen, die Anschaffung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach rechnet sich."
Hoffen wir auf einen positiven Bescheid beim kommunalen Investitionsprogramm, damit Sie die Hausaufgaben auch machen könnenMatthias Rösch
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