Gefahr durch Kleinen Beutenkäfer

Ehrungen beim Imkerverein Fuchsmühl: Das Bild zeigt von links ersten Vorsitzenden Werner Schaumberger, Ludwig Beer (Vater des verhinderten Günter Beer), Kreisvorsitzenden Johann Schön, die Jungimker Christian Höfer, Christoph Habel, Benedikt Mickisch, zweiten Vorsitzenden Rudolf Habel und Johann Beer. Bild: privat
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Fuchsmühl
27.02.2016
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Die Prognosen verhießen den Imkern nichts Gutes. Doch warmes und trockenes Wetter sorgte für eine gute Ernte bei Sommer- und Waldhonig. Aber jetzt droht den Bienenvölkern eine neue Gefahr: der Kleine Beutenkäfer ist stark auf dem Vormarsch.

Mit einer Fülle an Informationen wartete Werner Schaumberger, Vorsitzender des Imkervereins Fuchsmühl, in der Jahreshauptversammlung auf. Unter den Gästen war Kreisvorsitzender Johann Schön. "Der befürchtete hohe Völkerverlust im Frühjahr war niedriger als erwartet", berichtete Schaumberger. "Die Völker kamen zur Frühtracht erst richtig zur Stärke, das wirkte sich auf den Blütenhonigertrag aus." Der Vorsitzende riet aktuell zur baldigen Futterkontrolle, "da die Völker durch das milde Klima zu keiner längeren Winterruhe kamen".

Der Vorsitzende erinnerte in der Rückschau an zahlreiche Veranstaltungen und Lehrgänge, unter anderem Kreisjahreshauptversammlung in Fuchsmühl, Seminar Königinnenzucht auf der Bodenwiese, Imkerfest in Eschenbach, Herbstkreisversammlung in Riglasreuth. Zum Ferienprogramm kamen elf Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren. Thema war die Bedeutung der Bienen. "Ganz ohne Berührungsängste betrachteten die Kinder in einem Schaukasten Bienenvolk samt Königin. Es wurden Honig geschleudert und Bienenwachskerzen gegossen."

An anderer Stelle verwies Schaumberger auf die Seite www.die-honigmacher.de im Internet hin. Hier gebe es viele Tipps und Links zu Imker-Instituten. Besonders freute sich der erste Vorsitzende über einen weiteren Jungimker, Benedikt Mickisch, der seit Dezember 2015 im Verein ist.

Jungimker Christoph Habel referierte über eine neue Bedrohung, den Kleinen Beutenkäfer, "Aethina tumida". Er breite sich von Süditalien bereits in Richtung Schweiz aus. "Es ist ein Schädling, der aus Afrika beziehungsweise subtropischen Gebieten kommt." Habel zeigte den Lebenszyklus des äußerst fruchtbaren Käfers auf. Dieser benötige nicht unbedingt einen Bienenstock, sondern könne sich auch von Fallobst ernähren. In Deutschland sei noch kein Befall bekannt. Trotzdem sollte man folgende Regeln beachten: Keine Bienenimporte aus dem Ausland, Hygiene in und außerhalb der Völker, keine Gerätschaften oder Waben offen stehen lassen. "Vorsicht bei herrenlosen Schwärmen."

Treue Mitglieder


Der Imkerverein nutzte die Jahreshauptversammlung, um verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Eine Ehrung für 15-jährige Vereinszugehörigkeit bekam Günter Beer. 40 Jahre hält Johann Beer den Imkern die Treue. Die Auszeichnung nahm Kreisvorsitzender Johann Schön vor. Werner Schaumberger bedankte sich bei den Geehrten für ihre langjährige Treue zum Imkerverein.

Abschließend beantragte der Vorsitzende den Kauf von drei Kerzengießformen über den Verein. Nutzen können sie jedes Mitglied. Künftig gibt es einen monatlichen ungezwungenen Imker-Treff. Kreisvorsitzender Johann Schön gab aktuelle Informationen zur Faulbrut-Situation, zu neu zugelassenen Varroamitteln und anstehenden Termine des Kreisverbandes.
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