Kalender vermittelt Geschichte

Vermischtes
Fuchsmühl
02.12.2016
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Seit vielen Jahren zieren Kalenderblätter mit alten Schwarz-Weiß-Bildern die Wohnungen zahlreicher Fuchsmühler. Der von Gottfried Sperrer und dem Historischen Arbeitskreis jedes Jahr zur Adventszeit herausgegebene Heimatkalender erfreut sich stets großer Beliebtheit. Auch heuer.

Bereits bei der öffentlichen Kalendervorstellung im Foyer der Mehrzweckhalle gingen die ersten Exemplare über den "Ladentisch". Bereichert hat den Abend wieder eine Ausstellung aus den Archiven des Herausgebers.

"Bilder aus dem alten Fuchsmühl" ist die Ausgabe 2017 überschrieben. Ein mehrfarbiges Titelblatt mit einer Lithographie des Fuchsmühler Schlosses und dem in dieser Zeit noch als Kur- und Heilbad betriebenen König-Otto-Bad verrät: Es ist bereits die 13. Ausgabe einer mit zahlreichen Erläuterungen versehenden Kalenderrückschau. Erschienen ist der Heimatkalender wieder in einer begrenzten Auflage von 210 Stück, Preis fünf Euro. Eine Aufnahme vom Ski-und Rodelausflug Fuchsmühler Schulkinder erinnert an schneereiche Winter im Steinwald. "Verewigt" sind auch die Grundsteinlegung des Jugendheims und die alten Obstbäume im "Schremsengarten" nahe Niederreuth. Gottfried Sperrer hat die Bilder zusammengetragen. Bürgermeister Wolfgang Braun erinnerte bei der Kalendervorstellung auch an den tragischen Auftakt vor einem Jahr, als der Heimatdichter Hans Fuchs, wenige Minuten vor seinem Vortrag, einen Schwächeanfall erlitt, von dem er sich leider nicht mehr erholte. Die bestürzenden Ereignisse noch vor Augen, begann der Abend daher eher verhalten und nachdenklich. Tragische Begebenheiten begleiteten auch den Vortrag von Erich Schraml. Für Verblüffung sorgte er mit seiner Aussage über die Wiederentdeckung längst verschwunden geglaubter Unterlagen aus den Jahren nach 1894. Diese - so Schraml - seien ausgerechnet im fernen Japan aufgetaucht. Die ihm überlassenen Unterlagen beschreiben den genauen Ablauf der Holzschlacht. Die Informationen, so der Sprecher weiter, stammen von Professor Tatsuro Miyake, einem fundierten Kenner der Fuchsmühler Ereignisse. Der Professor habe den Ort der Handlung bereits erkundet. Miyake habe sich auch mit dem Streit um die verweigerten Holzrechte intensiv befasst.
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