Mine Weiß feiert im Kreis vieler Gratulanten 85. Geburtstag
"Es gäbe noch so viel, wo man helfen könnte"

Hoch her ging es beim 85. Geburtstag von Mine Weiß (sitzend). Unter den Gratulanten waren (von links) Bürgermeister Wolfgang Braun, Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl, Angelika Würner (AWO-Geschäftsführerin aus Mitterteich), Tochter Silvia, Erich Köllner (Seniorenbeauftragter) und Tochter Jutta. Bild: wro
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Fuchsmühl
11.03.2016
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Im Kreis zahlreicher Gratulanten feierte die stets hilfsbereite Mine Weiß am Mittwoch ihren 85. Geburtstag. "Den ganzen Tag über geht's schon zu", freute sie sich über die vielen Glückwünsche. Nur eines bedauert die rüstige Jubilarin: "Es gäbe noch so viel, wo man helfen könnte. Leider machen die Beine nicht mehr mit." Auf den Gehstock kann sie zwar nicht mehr verzichten, das soziale Engagement der 85-Jährigen aber ist ungebrochen.

Seit 27 Jahren ist die Jubilarin in der Tschernobyl-Hilfe tätig, sammelt Spenden, Decken oder Kleidung für notleidende Menschen in der Ukraine. Zwölf Jahre lang war sie Gemeinderätin, genauso lang brachte sich Mine Weiß im Pfarrgemeinderat aktiv ein. Sie war Kommunionhelferin und Lektorin in der Wallfahrtskirche. Darüber hinaus "mischt" sie auch heute noch in ihrer AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) munter mit - wenn auch etwas langsamer: "Große Sprünge kann ich leider nicht mehr machen." Mine Weiß ist in 13 Vereinen Mitglied, unter anderem beim Frauen- und Mütterverein, bei der Laienspielgruppe, der AWO und der Feuerwehr.

Dabei ist Mine Weiß eigentlich gar keine "waschechte" Fuchsmühlerin, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung lachend gesteht. "Geboren bin ich in Wondreb. Die Liebe zu ihrem inzwischen verstorbenen Mann verschlug sie in die Steinwaldgemeinde, in der es ihr ausgezeichnet gefällt. Bereits vor langer Zeit begann sie Kranken und Schwachen zu helfen. Ihr Engagement ist weit über Fuchsmühl hinaus bekannt. Mine Weiß empfindet ihr soziales Engagement als selbstverständlich und meint: "Das ist halt mein Leben." Für ihre Leistungen wurde sie bereits vor Jahren mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Außerdem hat sie eine Ehrung aus der Region Tschernobyl bekommen.

Ihren Geburtstag genoss sie: "Heute Vormittag standen schon Pfarrer Joseph und Pater Gisbert vor der Tür, um mir die Hand zu schütteln." Um den Besucheransturm zu bewältigen, standen ihr ihre Töchter bei: "Jutta und Silvia haben alles vorbereitet. Gestern wurde den ganzen Tag Kuchen gebacken." 13 Vereinsabordnungen, auch der Bürgermeister, Hannelore Bienlein-Holl und Erich Köllner, der Seniorenbeauftragte der Gemeinde, ließen es sich nicht nehmen, Mine Weiß zum Geburtstag zu gratulieren.
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