Mit Mut und Zuversicht

Eindringlich bat Bürgermeister Wolfgang Braun: "Helfen wir auch weiterhin den Menschen, die in Not sind." Bild: wro
Vermischtes
Fuchsmühl
12.01.2016
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Zahlreiche interessierte Bürger waren zum Neujahrsempfang in die Mehrzweckhalle gekommen. Dabei unterstrich Bürgermeister Wolfgang Braun: "Wir müssen uns weiter Ziele setzen und diese für die zukünftige Generation umsetzen." Bild: wro

Die großen politischen Themen hatte Bürgermeister Wolfgang Braun beim Neujahrsempfang der Gemeinde bewusst ausgeklammert. Er richtete den Blick auf Fuchsmühl und überraschte.

Für erfreutes Staunen sorgte der Bürgermeister, als er weit gereiste Neujahrsgrüße aus dem indischen Kerala von Pfarrer Varghese Kanjamala präsentierte. Auch die Südtiroler Partnergemeinde St. Leonhard hatte Neujahrsgrüße geschickt. Das nächste Aha-Erlebnis bescherte ein bescheidener, junger Pianist aus Fuchsmühl: Lukas Fröhlich. Die Ouvertüre für den Neujahrsempfang, eine Eigenkomposition am Klavier, ließ aufhorchen. Für seine beeindruckende Chopin-Interpretation erntete er am Schluss langanhaltende Ovationen. Manch einer der Anwesenden fragte sich, warum man diesem jungen, begabten Musiker nicht schon öfter hatte lauschen dürfen.

Positiv ging es auch nach dem Auftakt weiter. Dafür sorgte Bürgermeister Wolfgang Braun mit seiner 30-minütigen Rede. "Wir leben von Ihrem Interesse, Ihrem Mittun und Ihrem Engagement", eröffnete Braun seine Neujahrsansprache. Dass man sich in der Gemeinde mit Herz und Verstand einsetzt und sich gerne einbringt, machte die große Zahl an Gästen deutlich. Nahezu geschlossen waren die Markträte anwesend, viele Vertreter der Vereine und Verbände, auch zahlreiche Ehrengäste. Forstdirektor Hartmut Dauner ließ sich entschuldigen, er feierte an diesem Tag Geburtstag. Stellvertretend war Revierförster Eckhard Deutschländer unter den Gästen. Braun begrüßte den Förster als Motor des Fuchsmühler Walderlebnispfades und des "Kraftwerks Baum". "2015 war erneut ein gutes Jahr", bilanzierte der Bürgermeister. "Ein starker Mittelstand, die positive Aufwärtsentwicklung, auch die geringe Arbeitslosigkeit veranlassen uns, mit Zuversicht ins neue Jahr zu gehen." Gerade deshalb dürfe man die Flüchtlinge nicht vergessen, die hier aufgenommen wurden und noch aufgenommen werden. Braun sagte: "Wir sind mit allen anständig umgegangen. Alle wurden gut versorgt." Der Appell des Bürgermeisters: "Helfen wir auch weiterhin den Menschen, die in Not sind." Aber die Kapazitäten seien nicht unbegrenzt. Braun mahnte zudem: "Wir dürfen auch nicht dem Irrglauben verfallen, dass alles wahr ist, was unbequem auszusprechen ist."

Von meiner Vorstellung, Fuchsmühl weiter voranzubringen, werde ich auch in Zukunft nicht abrücken. Es gibt nichts auszusitzen.Bürgermeister Wolfgang Braun

Positive Ansätze


Die Gemeinde Fuchsmühl stehe auch im neuen Jahr vor vielen Herausforderungen. Wolfgang Braun erinnerte unter anderem an die Probleme bei der Flächennutzung und der Versorgung. "Leerstände müssen beseitigt, Synergien genutzt werden." Der ländliche Raum habe Zukunft, da war sich der Bürgermeister sicher. Erste positive Ansätze seien festzustellen. Als "Hingucker" und sozialer Treffpunkt habe sich das Markthaus entwickelt. "Ein Zurücklehnen ist jedoch noch nicht möglich." Wolfgang Braun betonte: "Wir müssen uns weiter Ziele setzen und diese für die zukünftige Generation umsetzen. Das sind keine Träumereien oder Wunschdenken. Das ist unsere Aufgabe. Dazu ist Mut erforderlich."

Zusammenhalt wächst


Wolfgang Braun zeigte sich an anderer Stelle über die Stabilisierungshilfe erfreut: Sie wirke sich positiv auf die Pro-Kopf-Verschuldung aus. Alles in allem dürfe man auf das gemeinsam Erreichte, auf die Gemeinde stolz sein. Der soziale Zusammenhalt wachse weiter und stimme positiv, stellte der Bürgermeister zufrieden fest und versprach: "Von meiner Vorstellung, Fuchsmühl weiter voranzubringen, werde ich auch in Zukunft nicht abrücken. Es gibt nichts auszusitzen."
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