Polizeioberkommissar spricht in VdK-Jahresversammlung
Warnung vor "Lumpengesindel"

Der VdK-Ortsverband ehrte in der Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder. Im Bild von links Vorsitzender Edwin Ulrich, Andreas Lex, Gerda Kopietz, Theo Lex und VdK-Kreisvorsitzender Georg Brand Bild: wro
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Fuchsmühl
16.02.2016
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Äußerst kurzweilig gestaltete der VdK Fuchsmühl seine Jahreshauptversammlung. Mit launigen Worten erklärte dabei "Sheriff" Wolfgang Trottmann, wie man sicher durchs Leben kommt. Sein Tipp: "Im Zweifelsfall einfach das Hirn einschalten."

Wolfgang Trottmann, Polizeioberkommissar aus Friedenfels , bekannte sich als "Halbfuchsmühler" nicht nur zur Gemeinde, er zeigte sich während seiner Ausführungen gerne auch volksnah. "Dass ich Polizist bin, wird jeder an meiner Uniform erkennen", meinte der Beamte und ergänzte: "Besser bekannt bin ich aber als Wiesauer Sheriff." Der Oberkommissar ist als Kontaktbeamter im Wiesauer Rathaus kompetenter Ansprechpartner für die großen und kleinen Sorgen aller Bürger, die ihn um Hilfe bitten.

In seinem kurzweilig vorgetragenen Referat "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" räumte Trottmann gleich mit einer Reihe von Vorurteilen auf: Es stimme nicht, dass man sich nicht mehr auf die Straße trauen dürfe. Angst sei ein schlechter Ratgeber, mahnte der Polizeioberkommissar. Immer wieder hatte Trottmann die Lacher auf seiner Seite. Und das, obwohl es um ernste Themen ging. Wolfgang Trottmann warnte vor Kaffeefahrten, Haustürgeschäften und sonstigem "Lumpengesindel", wie er sich ausdrückte. VdK-Vorsitzender Edwin Ulrich erinnerte in der Rückschau an zahlreiche Veranstaltungen und bedauerte, dass der Stammtisch bisher auf wenig Resonanz stoße. "Wir werden aber nochmal einen Versuch starten." Der nächste VdK-Stammtisch finde am 1. März im Gasthof "Weißenstein" statt. Die Treffen gebe es jeden Monat, ergänzte der Redner.

Weiter bedauerte Ulrich, dass die alljährliche Haussammlung "Helft Wunden heilen" aus Personalmangel abgesagt werden musste. "Traurig, aber wahr. Wir konnten leider zu wenig Leute motivieren, die Haussammlungen zu unterstützen", informierte der Vorsitzende. Ob in diesem Jahr eine Neuauflage stattfinden könne, ließ der Redner offen.

Erfreulich jedoch die Resonanz auf die gemeinsame Fahrt mit AWO und SPD-Ortsverein nach Naumburg. Auch heuer sei wieder eine Tagesfahrt geplant, kündigte Ulrich an. Noch habe man sich aber auf kein Ziel endgültig einigen können. In der engeren Wahl stünden Passau oder die Gartenschau in Bayreuth. "Gegebenenfalls werden wir uns auch heuer wieder mit anderen Vereinen zusammentun", schloss Edwin Ulrich.

Zufrieden war der Vorsitzende mit der Beteiligung an den zahlreichen örtlichen Festen und Veranstaltungen, wie beim Empfang von Pfarrer Joseph. Die Mitgliederzahl sei leicht gestiegen, freute sich Ulrich und dankte seinen Vorstandskollegen für die gute Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr.

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Die Grußworte des VdK-Kreisverbandes überbrachte Georg Brand. Der Kreisvorsitzende erteilte Planungen, eine Teilarbeitsunfähigkeit einzuführen, in seiner Rede eine klare Absage. Brand betonte, dass sich der VdK mehr denn je auch als Fürsprecher für Patienten sehe. Zufrieden stellte er fest, dass der VdK in den zurückliegenden Jahren einen deutlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen konnte. Weiter forderte Georg Brand eine uneingeschränkte Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. "Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen wieder zu gleichen Teilen die Beitragslast zahlen."

Dank an treue MitgliederZusammen mit Kreisvorsitzendem Georg Brand und Kassiererin Erika Thoma zeichnete VdK-Vorsitzender Edwin Ulrich langjährige Mitglieder mit der VdK-Ehrennadel, einer Urkunde und einem kleinen Geschenk aus. Anlässlich des Valentinstages gab es für die Damen Blumen, für die Herren eine flüssige Aufmerksamkeit. Seit zehn Jahren halten Roswitha Bögershausen, Hedwig Guth, Wolfgang Heindl, Karl-Heinz Helgert, Gisela Koller, Gerda Kopietz, Andreas Lex, Theo Lex, Alois Mayerhöfer und Alfons Protschky dem VdK die Treue. (wro)
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