Sternwallfahrt mit dem Fahrrad
Klingelkonzert zum Abschluss

Regionaldekan (Dekanat Weiden) Manfred Strigl segnete alles was Räder hat, auch Autos und Motorräder, schließlich auch die Leute. "Solange das Weihwasser reicht", ergänzte der Johannisthal-Leiter humorvoll. Bild: wro
Vermischtes
Fuchsmühl
08.08.2016
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Neben vielen "normal" gekleideten Gläubigen saßen auch Kirchgänger sportlich bunten Klamotten in den Bänken.

Die Sternwallfahrt mit dem Fahrrad, wie die besinnliche und landschaftlich reizvolle Radltour zur "Maria Hilf"-Kirche auch genannt wird, stieß im vierten Jahr ihres Bestehens auf erfreulich großes Interesse. Am Jugendheim-Parkplatz eine stattlich große Anzahl an Fahrrädern. Auch das Wetter spielte wieder mit.

130 Radler


Rund 130 Radler aus weiten Teilen des Landkreises und darüber hinaus nutzen die Gelegenheit zu einem ganz besonderen "Kirchgang". Eingeladen hatten die Pfarrgemeinde, der Markt Fuchsmühl und die Steinwald Allianz. Gut gelaunt begrüßten Pfarrer Joseph und Bürgermeister Wolfgang Braun die vielen Gäste. Musikalisch gestaltete den Gottesdienstes der Singkreis "Cantiamo".

Ziel die Wallfahrtskirche


Beim morgendlichen Pilgererlebnis mit dem Rad hatte jeder eigene Wallfahrerregeln, die Fahrtroute konnte man sich nach Belieben selbst zusammenstellen. "Oberstes" Ziel für alle aber war die Fuchsmühler Wallfahrtskirche. Entlang gut ausgebauter Radwege, im stetigen Wechsel schweißtreibender Berg- und gemütlicher Talfahrten, strampelten die Pilger schließlich den Berg herauf.

Belohnung dort waren eine Rast, ein Festgottesdienst in der Kirche und der anschließende Segen draußen im Freien. Zu einem beeindruckenden und kurzweiligen Höhepunkt wurde Manfred Strigls Festpredigt. Ohne viele Worte zu machen, eine Fahrradklingel in der Hand, warb der für Weiden zuständige Regionaldekan und Johannisthal-Direktor geräuschvoll um etwas Aufmerksamkeit und fügte klingelnd hinzu: "So etwas gehört zu jedem Fahrrad. Sicher haben sie auch - als Sie hierher fuhren - damit für Aufmerksamkeit gesorgt."

In der Regel bedeute das klingelnde Zeichen so viel wie: Aus dem Weg, Vorsicht ich komme!" Manchmal klingle man auch nur, um für mehr Aufmerksamkeit, meist aber für ein Signal zu sorgen. Viele Signale seien in den Evangelien verborgen, lenkte der Festredner elegant auf das Wort Gottes, schließlich auch auf dessen Verkünder. "Wir brauchen Botschafter." Ergänzend fügte er hinzu: "Wir brauchen Leute, die klingeln, aber wir brauchen auch Menschen die das Klingelzeichen hören und verstehen können."

So lange Weihwasser reicht


"Wir segnen alles war Räder hat, natürlich auch solange das Weihwasser reicht", spaßte Manfred Strigl am Jugendheim-Parkplatz und verteilte reihum - bis zum allerletzten Weihwassertropfen - den Segen. Heiter und fröhlich überbrückte er die Zeremonie mit Anekdoten und fragte schon mal den einen oder die andere nach dem Herkunftsort und wie lange die Anreise gedauert habe. Schließlich bat er um ein abschließendes gemeinsames Klingelkonzert.
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