Vorsorgevollmacht, gesetzliche Betreuung und freiheitsentziehende Maßnahmen
Informationsnachmittag im Seniorenservicehaus

Vermischtes
Fuchsmühl
26.04.2016
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Seit 1992 können alte, behinderte und psychisch erkrankte Menschen von einem Betreuer rechtlich vertreten werden. Bei etwa 30 Prozent wird familienfremde Hilfe vom Gericht bestellt. "Vorsorgevollmacht, gesetzliche Betreuung und freiheitsentziehende Maßnahmen" standen im Fokus eines Informationsnachmittages im Seniorenservicehaus mit Wolfgang Fenzl und Manfred Häfner von der Betreuungsstelle am Landratsamt Tirschenreuth.

Freiheitsentziehende Maßnahmen berühren elementare Grundrechte. Nur in Ausnahmefällen oder wenn der Betroffene selbst der Anwendung schriftlich zustimmt, dürfe davon Gebrauch gemacht werden, betonte Fenzl. Eine drohende Gefahr sei kein rechtfertigender Notstand. Beispielgebend sei die Initiative "Werdenfelser Weg", um Fixierungen und Freiheitsentziehungen von kranken und alten Menschen zu vermeiden. Das Seniorenhaus Fuchsmühl verzichte auf freiheitsentziehende Maßnahmen, stellte Fenzl fest.

Manfred Häfner informierte, dass eine Patientenverfügung nicht nur für ältere Menschen wichtig sei. Es falle in den Familien oft schwer, darüber zu sprechen. Der taktvolle Umgang erfordere viel Fingerspitzengefühl. Eine vorweggenommene Willenserklärung zu medizinischen Behandlungen sollte rechtzeitig und vor allem schriftlich getroffen werden.
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