Wäsche und Decken für Notleidende in der Ukraine - Minne Weiß dankt
Hilfe reißt nicht ab

Erneut haben Bürger aus dem Raum Fuchsmühl fleißig gespendet. So konnten nun wieder zahlreiche Hilfsgüter für die Region Tschernobyl verladen werden. Im Bild vorne von links Dr. Josef Ziegler, Minne Weiß und Katharina Ernstberger, dahinter von links Erwin Woppmann und Gerätewart Heinz Fink. Bild: wro
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Fuchsmühl
05.02.2016
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Seit rund 24 Jahren haben sich Dr. Josef Ziegler und seine Frau Angelika der Hilfe für die Opfer des Reaktorunglücks von Tschernobyl verschrieben. Gleich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion machte sich der Allgemeinmediziner mit einem Hilfskonvoi auf den Weg zu den Notleidenden. Unterstützung erhält Ziegler von ehrenamtlichen Helfern. Eine von ihnen ist die Fuchsmühlerin Minne Weiß.

Sie betreut eine der Sammelstellen und bittet vor allem in der Weihnachtszeit um Spenden für die Ukraine: "Es ist eine der wenigen Sammelstellen hier in unserer Region", informiert die Fuchsmühlerin. Leider habe die Spendenfreudigkeit in den zurückliegenden Jahren nachgelassen, bedauert Weiß. Trotzdem können die ehrenamtlichen Helfer um Dr. Ziegler auch diesmal wieder viele prallgefüllte Kartons mit Decken und Wäsche in der Rathausstraße abholen und in den Lastwagen verladen. 21 dieser Decken stammen aus der Werkstätte ("Hutzastub'n") des Frauen- und Müttervereins. Die Wäsche sowie gebrauchte Kleidungsstücke haben Privatpersonen gespendet. Den Erlös der Spendenaktion in Höhe von rund 450 Euro hat Minne Weiß bereits auf das Konto der "Aktion Tschernobyl" überwiesen.

"Seit Ausbruch der Krise übergeben wir die Sachspenden einer Spedition, die sie voraussichtlich Ende Februar sicher in die Ukraine bringen wird", erläutert Dr. Ziegler bei der Übergabe. Erst vor wenigen Wochen hat er die Region um Tschernobyl besucht. Über die Jahre hinweg seien echte und tiefe Freundschaften entstanden. Die ukrainische Stadt Jagotin hat ihm dafür die Ehrenbürgerwürde verliehen. "Humanitäre Hilfe kann man aber nur machen, wenn man das nötige Geld dafür hat", lächelt der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und mahnt: "Schaut auf dieses Land."

Katharina Ernstberger, der "Motor" der Strickaktion "Decken für die Ukraine", bittet auch weiterhin um Wollspenden. Wollreste können bei Minne Weiß (Telefon 09634/751) oder Katharina Ernstberger (Telefon 09634/2211) nach Rücksprache abgegeben werden. Minne Weiß: "Wir möchten uns bei allen Spendern, auch beim Frauen- und Mütterverein bedanken. Die Sachspenden werden unentgeltlich im ehemaligen Rathaus gelagert. Für dieses Entgegenkommen möchten wir uns ebenfalls ganz herzlich bei Bürgermeister Wolfgang Braun bedanken."
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