Zusammenhalt unterm Schirm

Bereits am Samstagabend waren freie Plätze schnell Mangelware. Bei lauschigen Temperaturen ließ es sich gut und lange feiern. Bilder: wro (5)
Vermischtes
Fuchsmühl
25.07.2016
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So ein Regenschirm war vor allem am Sonntag sehr gefragt. Der guten Laune beim Bürgerfest tat das aber keinen Abbruch.

Nur alle zwei Jahre feiern die Fuchsmühler ihr Bürgerfest. Das lassen sie sich auch von kräftigen Regenschauern nicht vermiesen.

Zum fünften Mal wurde das Fest ein Erfolg, wenn auch mit ein paar kleinen Schwierigkeiten. Während der Mittags- und Nachmittagsstunden nämlich sorgte plötzlich einsetzender Starkregen für besorgte Mienen. Doch die gute Laune kehrte spätestens am Sonntagnachmittag zurück, als die Regen- endlich wieder gegen Sonnenschirme eingetauscht werden konnten. Vor dem versöhnlichen Abschluss war eine gehörige Portion Geduld nötig.

Ausflug in Popgeschichte


Vielversprechend begann der Auftakt am Samstag. Nachdem der Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche beendet und die ersten Gäste langsam eingetrudelt waren, eröffnet Bürgermeister Wolfgang Braun mit nur einem einzigen Hammerschlag das Festwochenende rund um den sich rasch mit Menschen füllenden Rathausplatz. Mit ihrem Ausflug in die Popgeschichte sorgten die "Fellow Rovers" für beschwingte Auftaktstunden.

Der Rathausplatz wurde zur Fest- und Schlemmermeile, bald auch zur Tanzfläche. Bei Einbrechen der Dunkelheit hatte wenige Schritte neben der Mehrzweckhalle die Band "Rock the Boat" ihre Instrumente hergerichtet und die Verstärker eingeschaltet, um dort für einen langen Abend und ausgelassene Stimmung zu sorgen.

Kollektives Knödeldrehen


Unter leicht gewittrigen Vorzeichen startete der Frühschoppen in den Sonntagvormittag. Zum Auftakt spielte die "Falkenberger Zoiglmusi". Bei Sonnenschein, gemischt mit ein paar aufziehenden Wolken, gab es Weißwürste, Brezen und schäumenden Gerstensaft. Auch 200 Portionen Mittagessen fanden dankbare Abnehmer. Im kollektiven Knödeldrehen übten sich - wenige Stunden zuvor - fleißige Helfer des Senioren-Service-Hauses. Wer sich keine Gutscheine für Schnitzel oder Wildschweinbraten sichern konnte, hatte das Nachsehen.

Schutz im Rathaus


Doch bald sollten sich die Sonnen- in schützende Regenschirme verwandeln, was kaum einer der Mitveranstalter auf der Rechnung hatte. Bedauerlicherweise reichten die Sonnenschirme nicht aus, viele der Anwesenden suchten Schutz im Rathausfoyer oder verließen den Festplatz. Für ein paar Stunden fand das Fest leicht abgespeckt "im Saal" seine Fortsetzung. Draußen unter dem Bühnendach und von den Leuten fast allein gelassen sorgte die Wiesauer Blaskapelle unter der Leitung von Patrick Oroudji für Musik. Die Hüpfburg wurde beiseite geräumt. Auch die Mühe der Ministranten wurde nicht belohnt, ihr Spaßprogramm für die Kleinen fiel dem Wetter zum Opfer. Kaffee und Kuchen bot der Mütterverein in der gut geschützten Cafeteria an.

Ein wenig leid konnten einem aber die Mädels vom TB Jahn Wiesau tun, die es vorzogen, ihr kleines Gastspiel nach nur einem Auftritt, bei wieder einsetzendem Regen, endgültig abzubrechen. Auch die Dressurvorführungen des Schäferhundevereins hätten mehr Zuschauer verdient gehabt. Doch dann verzogen sich die Gewitterwolken.

Von der Wärme der Sonnenstrahlen und vom Duft der Bratwürste, geräucherten Forellen und Steckerlfische angezogen, füllten die zurückkehrenden Festbesucher den Platz. Fleißig drehte sich das Kettenkarussell, auch an der bislang wenig beachteten Schießbude kehrte Leben ein. Bratwürste, Steaks, Dotsch und Pommes frites, auch alle anderen verführerisch duftenden Leckereien waren bald Mangelware. Bier und alkoholfreie Getränke gab es jedoch noch genügend.

Tombola sehr begehrt


Die Freundschaft zur Nachbargemeinde bewiesen, ebenso wie viele Gäste aus dem Nachbarort, Wiesaus Bürgermeister Toni Dutz und Gattin Evi. Die Fuchsmühler und Wiesauer feierten ihr "gemeinsames" Bürgerfest. Ein Höhepunkt war die mit Spannung erwartete Verlosung der Tombolapreise. Die Gewinner zog "Glücksfee" Lothar Ernstberger, die kurzweilige Moderation übernahm Bürgermeister Wolfgang Braun persönlich. Das Bürgerfest fand ein versöhnliches Finale: "Jetzt erst recht", lautete am Sonntagabend die gemeinsam ausgegebene Devise. Man lasse sich doch nicht von "ein paar Regentropfen narrisch machen".

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Weitere Bilder im Internet:

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