Totschlag in Mehrfamilienhaus: 26-Jähriger unter dringendem Tatverdacht verhaftet
41-Jähriger in Furth erstochen

Versiegelt: In dieser Wohnung soll der 26-jährige Mieter, der von Nachbarn als "netter Kerl" beschrieben wird, einen Bekannten erstochen haben. Bild: tl
Archiv
Furth im Wald
17.08.2015
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(tl/jrh) Morgengrauen am Freitag in Furth im Wald: Aus einer Wohnung im Stadtgebiet dringen laute Schreie. Als die Polizei gegen 5.45 Uhr vor Ort eintrifft, finden die Beamten ein Blutbad vor. Ein Mann liegt erstochen am Boden, ein weiterer weist mehrere Schnittverletzungen auf.

Was ist in der Wohnung geschehen? Ein Anwohner, der in der Dachgeschosswohnung darüber wohnt, hörte gegen Mitternacht laute Schreie und Gepolter. Momentan deutet laut der Kripo Regensburg alles auf eine Messerstecherei zwischen den beiden Männern hin, die ein 41-Jähriger mit seinem Leben bezahlen musste. Sein vermutlicher Kontrahent - ein 26-jähriger Mann - wies auch Schnittverletzungen auf. Er steht nun unter dringendem Tatverdacht, den 41-Jährigen mit einem Küchenmesser erstochen zu haben. Der Verletzte ließ sich widerstandslos festnehmen. Allerdings machte der Mann bei seiner Befragung noch keine Angaben zum Tatablauf.

Gegenüber Polizei und Haftrichter äußerte er sich nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Der Leichnam wurde noch am Freitag im Institut für Rechtsmedizin der Universität Nürnberg/Erlangen obduziert. Laut vorläufigem Obduktionsergebnis verstarb das Opfer aufgrund seiner Stichverletzungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde der Beschuldigte heute dem Haftrichter beim Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Totschlags.

Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft Regensburg und das Kommissariat 1 der Kripo Regensburg haben die weiteren Ermittlungen übernommen.
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