Aus sechs Metern vorbei

Lokales
Gebenbach
13.10.2014
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Das Wetter war für ein Fußballspiel Mitte Oktober perfekt, die Zuschauerkulisse beeindruckend. Nur das Ergebnis des Bezirksliga-Derbys gegen den SV Hahnbach passte der DJK Gebenbach überhaupt nicht.

Die 1:2-Derby-Niederlage gegen den SV Hahnbach hat sich die DJK Gebenbach selbst zuzuschreiben. Wer derartig fahrlässig mit hochkarätigen Chancen umgeht wie es die Heimelf vornehmlich in der ersten Hälfte tat, braucht sich nicht zu wundern, wenn man am Ende mit leeren Händen dasteht.

Schnelles Tor

Vor einer imposanten Kulisse von annähernd 600 Zuschauern begann das Spiel für die Heimelf äußerst unglücklich. Bereits nach fünf Minuten profitierte Viktor Schuppe davon, dass DJK-Spielertrainer Jens Matthies ausrutschte und er so aus acht Metern die Gästeführung markieren konnte. Die DJK zeigte sich aber keineswegs geschockt und antwortete sofort.

Ausgleich per Elfer

Nach schnellem Umschaltspiel über Chousein und Remi Szewczyk war Timo Kohler durch und konnte nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Remi Szewczyk verwandelte den Foulelfmeter sicher zum 1:1-Ausgleich.

Nur zwei Minuten später überlief wieder Kohler die Hahnbacher Abwehr, sein Schlenzer kurz vor der Grundlinie ging dann knapp am langen Pfosten vorbei. Fünf Minuten später (12.) wäre DJK-Spielführer Daniel Späth frei durchgewesen. Schiedsrichter Berger (Schwarzhofen) pfiff aber den Vorteil ab.

Quer statt rein

Dann luchste Timo Kohler dem SVH-Innenverteidiger Franz Geilersdörfer den Ball ab, steuerte auf das Hahnbacher Tor zu, aber anstatt selber abzuschließen, legte er nochmals quer. Nach einer knappen halben Stunde (29.) musste der Gebenbacher Torjäger Remi Szewczyk verletzt ausgewechselt werden. Gebenbach blieb auch weiter spielbestimmend.

Vor allem über die linke Angriffsseite kam die Heimelf immer wieder in den Rücken der Hahnbacher Abwehr. Nach einem Superpass über 40 Meter von Jens Matthies auf den durchgestarteten Manuel Hammer konnte dieser in aussichtsreicher Position den Ball nicht entscheidend kontrollieren.

Die größte Chance des Spiels hatte der eingewechselte Cengiz Izmire. Völlig frei vor Torhüter Andreas Fladerer schob er die Kugel aus sechs Metern am Tor vorbei. Auch nach dem Seitenwechsel hatte er nochmals die Gelegenheit, den Hahnbacher Torhüter zu überwinden.

Ein Angriff reicht

Mit dem ersten wirklichen Angriff der Gäste nach 70 Minuten erzielte Sascha Rösl den Siegtreffer. Die Gastgeber versuchten in der letzten Viertelstunde, nochmals Druck zu machen, aber die Aktionen waren jetzt zu ungenau, um die massierte Hahnbacher Abwehr zu knacken. So entführten die Gäste mit einer effektiven Chancenverwertung die Punkte aus Gebenbach.
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