Ausgleich gegen neun Mann

Während die Ammerthaler Lukas Papadopoulos (links vorne) und Kapitän Dominik Haller (dahinter) enttäuscht die Köpfe hängen lassen, feiern die Gebenbacher Spieler den Ausgleichstorschützen Chousein Chousein (Vierter von links). Bild: Ziegler
Lokales
Gebenbach
11.10.2015
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Mit einer beeindruckenden Vorstellung stoppt Landesliga-Neuling DJK Gebenbach den Siegeszug der DJK Ammerthal. Die kassiert binnen zwei Minuten zwei Platzverweise - und erhält dafür wenig später die Quittung.

Die Überzahl nutzte der Gebenbacher Chousein Chousein in der 82. Minute zum 2:2-Ausgleich und beendete damit die Serie der DJK Ammerthal nach fünf Siegen in Folge. Trost für die Mannschaft von Gästetrainer Thomas Adler: Das Unentschieden im Derby reichte, um auf Platz eins der Fußball-Landesliga Mitte zu klettern, da der SV Etzenricht in Waldkirchen verlor.

Die 610 Zuschauer bekamen ein packendes und spannendes Spiel geboten. Gegen die favorisierten Gäste fanden die hochmotivierten Gebenbacher schnell in die Begegnung. Stark herausgespielt war der frühe Führungstreffer: Nach einer schnellen Kombination über Petracek und Jurek war Außenverteidiger Manuel Hammer durch. Der Kapitän passte ideal in den Lauf von Remi Szewczyk, der Torhüter Matthias Beck mit einem halbhohen und platzierten Schuss keine Chance ließ (5.).

Freistoß in den Winkel

Gebenbach blieb torgefährlich: Petracek setzte sich in der 12. Minute gegen zwei Gegenspieler an der Grundlinie durch, scheiterte dann aber aus spitzem Winkel am Gästetorhüter. Genauso auch mit einem Volleyschuss aus 17 Metern, den Beck gerade noch über die Latte lenkte. Timo Kohler kam einige Male über die linke Seite gefährlich vor das Ammerthaler Tor. "Wir hätten in dieser Phase das 2:0 machen können", haderte Trainer Markus Kipry. Die gefürchtete Ammerthaler Offensivstärke blitzte in der 20. Minute das erste Mal auf: Mit einer Körpertäuschung verschaffte sich Toptorjäger Michael Jonczy freie Schussbahn, doch Torwart Michael Nitzbon verkürzte geschickt den Winkel und blockte den Schuss aus sieben Metern glänzend ab. Zwei Minuten später war er aber doch geschlagen: Ein Ball, der die Torauslinie wohl schon überschritten hatte, wurde von Jonczy zurückgelegt und Benjamin Burger brauchte nur noch einzuschieben. "Hier müssen wir das Ding einfach wegschlagen und dürfen nicht darauf hoffen, dass der Linienrichter die Fahne hebt", schimpfte Kipry. Nach dem Ausgleich war zwar die Qualität der Ammerthaler immer wieder zu erkennen, trotzdem konnten sie sich gegen eine aufmerksame Heimelf keine wirklich zwingenden Chancen erspielen. So entstand der Führungstreffer der Gäste durch eine Standardsituation: Ammerthals Kapitän Dominik Haller traf mit einem Freistoß aus gut 25 Metern genau in den Winkel (39.).

Chousein ist zur Stelle

Kurz nach dem Seitenwechsel erwies sich Gästetorhüter Beck als großer Rückhalt seiner Mannschaft. Timo Kohler steckte den Ball auf Tomas Petracek durch, doch der Gebenbacher Torjäger scheiterte am Schlussmann (46.). Auch gegen Cengiz Izmire verhinderte Beck in einer Eins-gegen-Situation per Fußabwehr den Ausgleich. In der 69. Minute brachte der Gebenbacher Trainer mit Chousein Chousein einen weiteren Stürmer. Bei den Gästen häuften sich nun die taktischen Fouls und Gelben Karten. Dies sollte sich in den Schlussminuten rächen. Der bereits mit Gelb vorbelastete Nico Becker musste in der 78. Minute wegen Meckerns vom Platz. Zwei Minuten später folgte ihm Marcel Fürsattel ebenfalls mit Gelb-Rot. Die Überzahl in den letzten zehn Minuten nutze die heimische DJK dann in der 82. Minute, als Cengiz Izmire den eingewechselten Chousein bediente und der den vielumjubelten und verdienten Ausgleich erzielte.

Trotzdem war Trainer Markus Kipry nicht restlos zufrieden: "Es war noch mehr möglich". Aber auch die Gäste hatten drei Minuten vor Schluss noch eine gute Möglichkeit, so dass wohl beide Teams mit dem Punkt ganz gut leben können.
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