Bei der Auswahl der Stücke für das Frühjahrskonzert hat Dirigent Gerhard Böller ein glückliches Händchen bewiesen: Von heimatlichen Melodien bis hin zu Hits aus den Siebzigern war für jeden etwas dabei.
Schräge Töne und etwas Horror

Lokales
Gebenbach
27.05.2015
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(esm) Das Nachwuchsorchester eröffnete nach den Grußworten von Bürgermeister Peter Dotzler und dem Bezirksvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes, Gerhard Engel, das Konzert.

Unter Leitung von Angelika Schöpf verzauberten die jungen Musiker das Publikum mit "Nurock" und "Dovregubbens Hall". Spätestens bei dem populären Song "Lean on me" von Bill Withers wippte auch Pfarrvikar Christian Preitschaft im Takt mit. Die Nachwuchsspieler lieferten eine starke Leistung ab und durften die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen.

Anspruchsvolle Titel

Das Hauptorchester setzte das Konzert mit "Atlantis" und der Huckleberry-Finn-Suite fort - musikalisch die anspruchsvollsten, aber auch beeindruckendsten Lieder des Abends. Die mehrmonatige Vorbereitung der Blasmusik hatte sich demnach gelohnt. "Das Schlagwerk in ,Atlantis' war gelungen und es war schön zuzuhören", meinte Gabi Neuberger begeistert. Bewusst schräge Töne und ein etwas anderer Bühnenabgang folgten mit "Il Presidente". Bei der Hintergrundgeschichte von einem Volksaufstand verließen die Musiker nach und nach ihre Plätze, bis nur noch der Schlagzeuger übrigblieb. Die leere Bühne nutzte schließlich das Blechbläserensemble Die Herzensblecher und ließ die Gäste zu Y.M.C.A. und "Erinnerungen an Brennburg" mitschunkeln.

Gerhard Böller glänzte an diesem Abend nicht nur am Dirigentenpult, sondern auch auf dem Alt-Saxofon. Beim Stück "All the best" von Otto M. Schwarz legte er einen beeindruckenden Soloauftritt hin.

Bekannte Rhythmen

Dem stand The Rocky Horror Picture Show in nichts nach: Mit den bekannten Rhythmen von Richard O'Brien entführte das Orchester seine Zuhörer in die Welt des Musicals und Films. "Mit der Melodie verbindet man sofort etwas, weil man sie kennt", stellte Neuberger fest.

Mit einer Mischung aus langsamen und schnellen Klängen in "Trailermusik", "Liverpool Sound Collection" und "Eighties Flashback" ließen die Spieler das Konzert ausklingen.

Mit dem Kult-Song "Manamanah" aus der Sesamstraße und dem Marsch "Jubelklänge" als Zugabe verabschiedeten sich die Interpreten. "Mein Orchester hat auch nach zwei Stunden noch konzentriert gespielt und die Dynamik präzise herausgearbeitet", lobte Böller abschließend. Als Anerkennung überreichte er jeden Spieler eine Rose. Das Orchester selbst schenkte seinem Dirigenten Pralinen mit einem Fotoaufdruck aller Musiker.
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