Bis auf die Biogasanlage ist das Gewerbegebiet West noch leer. In Zukunft könnte das anders aussehen: Die Bauvoranfrage für eine Fabrikationshalle mit Bürogebäude liegt auf dem Tisch. Aber ist die Gewerbefläche der ideale Bauplatz?
Vorerst nur Biogasanlage

Freie Bauplätze rund um die Biogasanlage: Gute Verkehrsanbindungen machen das Gewerbegebiet West attraktiv. Die Pläne für eine Fabrikationshalle samt Bürogebäude liegen der Gemeinde bereits vor. Bild: esm
Lokales
Gebenbach
02.10.2014
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(esm) "Die Frage ist, ob die direkte Nähe zur Biogasanlage zulässig ist", gab Bürgermeister Peter Dotzler im Gemeinderat zu bedenken. Zudem sei eine Erschließung durch die Kommune notwendig, Gebenbach müsse das Geld vorstrecken. Attraktiv sei das Gewerbegebiet vor allem wegen der guten Verkehrsanbindung an der Kreuzung B 14 und B 299 in Gebenbach-Kainsricht.

Landratsamt abwarten

Die Gemeinderäte entschieden sich schließlich dafür, den Antrag zur Bau- und Immissions-Einschätzung an das Landratsamt Amberg-Sulzbach weiterzuleiten. Erst wenn deren Ergebnisse vorliegen, könne der Gemeinderat die Bauvoranfrage einschätzen und darüber urteilen.

Im Zuge des AOVE-Projekts "Ertüchtigung des landwirtschaftlichen Hauptwegenetzes" liegen nun die Ausbaubereiche vor. "Die uns zugeteilte Strecke verläuft durch einige Grundstücke", informierte Peter Dotzler. Welche Areale davon betroffen sind und wem sie gehören, müsse noch ermittelt werden. Allen teilnehmenden Orten stünde für den Streckenausbau rund eine Million Euro zur Verfügung. Mit der Empfehlung gemäß der AOVE-Netz-Grundkarte und der Priorisierung erklärten sich die Gemeinderäte parteiübergreifend einverstanden.

Der Atzmannsrichter Badeweiher soll umgebaut werden. Die Aufsichtspflichten standen nun zur Diskussion. "Es müssen definitiv Warnschilder aufgestellt werden", sagte der Bürgermeister. Aber was muss auf den Schildern stehen? Ist eine eigene Verordnung erforderlich? Die Deutsche Gesellschaft für Badewesen in Essen bietet dafür Beratungsangebote für circa 1000 Euro an. "Diese Leistung sollten wir wahrnehmen, schließlich geht es um den Schutz von Menschenleben", meinte 3. Bürgermeister Dominik Obermeier. Bei einem Unfall könne sich die Gemeinde außerdem auf das Gutachten berufen. Das Beratungsangebot wurde einstimmig angenommen.

Zuschüsse bleiben

Ein weiteres Thema waren die Zuschüsse für den Unterhalt der Gräben sowie der Feld- und Waldwege aus der Konzessionsabgabe. Die Flurbereinigungs-Genossenschaft Gebenbach sowie die Wegebaukasse Atzmannsricht erhielten bis 2013 jährliche Zuschüsse für den Grabenunterhalt von jeweils 300 Euro. Zusätzlich bekam die Genossenschaft Gebenbach 750 Euro, die Gemeinde Gebenbach 250, Atzmannsricht 550 und Kainsricht 400 Euro. Für den Gemeinderat war klar, die Zuschüsse bis 2019 weiterhin zu gewähren.

Bürgeranliegen waren unter anderem unleserliche Straßenschilder beziehungsweise Hausnummern in der Schulstraße und Straßensinkkästen, die entleert werden müssen.
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