DJK Gebenbach nur 2:2 beim Spitzenreiter in Etzenricht - Bis zur 91. Minute mit 2:1 geführt
Vorher zufrieden, hinterher nicht

Erst brachte er die DJK Gebenbach in Front, dann flog er vom Platz: Chousein Chousein. Bild: ref
Lokales
Gebenbach
05.10.2015
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Wie schon zuletzt in Bad Abbach (93. Minute) musste die DJK Gebenbach auch beim Spitzenreiter Etzenricht in der Nachspielzeit (91.) noch den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Damit hat der Aufsteiger erneut zwei wichtige Zähler liegengelassen. Vor dem Spiel wäre DJK-Trainer Markus Kipry mit einem Punkt zufrieden gewesen. Nach dieser bis zur letzten Sekunde spannenden Begegnung war er es nicht mehr. "Momentan fehlt auch das Quäntchen Glück, um uns für eine starke Leistung zu belohnen", sagte er enttäuscht.

Sein Trainerkollege Michael Rösch konnte sich mit dem Unentschieden besser anfreunden. "Uns war bewusst, dass es gegen die auswärtsstarke DJK ein heiß umkämpftes Derby geben wird. Deshalb nehmen wir den Punkt gerne mit", sagte der 29-jährige eher bescheiden. Gebenbach zeigte sich gegen den Tabellenführer von Beginn an hochmotiviert. Taktisch diszipliniert ließ der Neuling den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Der erstmals nach seiner Rot-Sperre wieder mitwirkende Tomas Petracek setzte sich in der 14. Minute gegen zwei Gegenspieler durch. Der anschließende Schuss aus acht Metern rutschte dem DJK-Torjäger aber über den Spann.

Schön herausgespielt die Führung der DJK in der 24. Minute: Petracek sicherte einen langen Ball in der Spitze und legte dann auf den heranstürmenden Chousein quer. Torhüter Heisig hatte gegen dessen Flachschuss keine Abwehrchance. Doch vier Minuten später (28.) brauchte Johannes Pötzl nach einem Eckball nicht einmal hoch zuspringen, um den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 einzunicken.

Gebenbach ließ sich durch den Ausgleich nicht verunsichern und brachte die stärkste Abwehr der Liga immer wieder durch schnelles Spiel in Schwierigkeiten. Bei einem über Kohler und Petracek vorgetragenen Angriff über die rechte Seite verfehlte Cengiz Izmire die Hereingabe nur um Zentimeter. Auch nach dem Seitenwechsel war die DJK dem Führungstor näher. In der 50. Minute startete Timo einen Sololauf. Seinen 18-Meter-Schuss lenkte Etzenrichts Torhüter Michael Heisig gerade noch zur Ecke. Glück für den Gastgeber, dass ein Tor von DJK-Spielmacher Remi Szewczyk (59.) wegen Abseits nicht gegeben wurde - eine zweifelhafte Entscheidung. Beim ersten Etzenrichter Konter der zweiten Hälfte legte Martin Pasieka (62.) eine Flanke per Kopf in die Mitte, doch der stark spielende DJK-Außenverteidiger Mario Zivatovic bereinigte die Situation.

Sechs Minuten vor Spielende schien die Überraschung perfekt. Der für seinen verletzten Bruder eingewechselte Erdal Izmire zog einen Freistoß fast von der Außenlinie angeschnitten vors Tor. Der hohe Ball sprang vom Innenpfosten zum 1:2 ins Netz. Eine Minute später (85.) hatte Chousein die Riesenchance das Derby zugunsten der DJK zu entscheiden, als er frei vor Torhüter Heisig auftauchte, doch der konnte überragend das 1:3 verhindern. Wahrscheinlich noch gefrustet über die vergebene Gelegenheit monierte Chousein kurz danach eine Entscheidung des Schiris und wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Die Gastgeber erzwangen in der 91. Minute wiederum durch Johannes Pötzl mit einem Drehschuss noch das 2:2.
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