Erstes Duell seit Jahrzehnten

Lokales
Gebenbach
10.10.2015
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Die einen wollen die Klasse erhalten, die anderen befinden sich auf dem Weg in die Bayernliga - krasser könnten die Gegensätze auf dem Papier zwischen der DJK Gebenbach und der DJK Ammerthal nicht sein. Ob sie es auch auf dem Platz sind, muss sich noch herausstellen.

Zum ersten Mal überhaupt treffen am Samstag mit der DJK Gebenbach und der DJK Ammerthal zwei Landkreisvereine auf Landesliga-Ebene aufeinander. Eine echte Premiere für den Amberg-Sulzbacher Fußballkreis. Bisher gab es die regionalen Derbys in der Landesliga nur mit Beteiligung der Stadtvereine FC Amberg oder SV Raigering Das letzte Aufeinandertreffen der beiden DJK-Mannschaften liegt schon Jahrzehnte zurück. In einer sogenannten Überbrückungsrunde ging es 1979 nach der C-Klassenmeisterschaft der DJK Gebenbach damals um Ligapunkte. Der sportliche Aufstieg der Gäste aus Ammerthal begann Mitte der achtziger Jahre und führte sie 2012 bis in die Bayernliga Nord.

Nach drei Jahren Bayernliga-Zugehörigkeit musste die DJK im Frühjahr diesen Jahres nach den beiden Niederlagen in der Abstiegsrelegation gegen den ASV Burglengenfeld in die Landesliga absteigen. Als Mitfavorit in die Landesliga Mitte in die Saison gestartet, hat sich die Elf von Trainer Thomas Adler auch aufgrund der überragenden vergangenen Wochen zum Top-Favoriten auf die Meisterschaft entwickelt.

Auch für Trainerkollege Markus Kipry ist Ammerthal auf den direkten Weg zurück in die Bayernliga kaum zu stoppen: "Von uns erwartet keiner, dass wir gegen Ammerthal gewinnen, aber gegen die Spitzenmannschaften haben wir bisher recht gut ausgesehen." Beim Tabellenführer in Etzenricht musste seine Elf wieder in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen. Damit hat der Aufsteiger statt möglicher 21 Punkte nur 17 auf dem Konto. Mit Co-Trainer Jens Matthies und Torjäger Tomas Petracek waren in Etzenricht erstmals wieder zwei Leistungsträger in der Mannschaft, die doch arg vermisst wurden. Auch Christoph Bäumler konnte nach mehrwöchiger Verletzung wieder trainieren und war bereits im Kader. "Der Druck um die Stammplätze ist aufgrund der Rückkehrer größer, das merkt man auch im Training", zeigt sich Markus Kipry zufrieden. Eine außergewöhnliche Leistung wird gegen Ammerthal erforderlich sein angesichts der beeindruckenden Serie von fünf Siegen mit 28:3 Toren. Die Voraussetzungen für ein intensives und spannendes Derby sind gegeben und vielleicht kann sich Gebenbach ja Selbstvertrauen für die zum Ende der Hinrunde wichtigen Spiele gegen Schierling und Tegernheim holen.

"Wir werden, wie in den letzten Spielen auch, versuchen, alles rauszuhauen", sagt Ammerthals Trainer Thomas Adler: "Wir wollen vorne dran bleiben." Bei den Gästen stehen die langzeitverletzten Orhan Akgül, Christian Richter und Peter Gerber nicht im Kader. Manuel Jank fehlt wegen einer Rotsperre. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Linksverteidiger Florian Danner.

DJK Gebenbach: Nitzbon (1), Ritter (21); Matthies (4) Urbanek (14), Zivatovic (2), Kügler (13), Erdal Izmire (5), Kohler (10), Cengiz Izmire (11),Chousein (15), Szewczyk (8) Jurek (20), Hammer (7), Troche (19), Bäumler (23), Petracek (18).

DJK Ammerthal: Schuhmacher (1), Beck (23), Stauber (20), Fürsattel (14), Kohl (4), Mandula (11), Kotzbauer (13), Becker (7), Laurer (21), Haller (8), Burger (16), Hiemer (15), Papadopoulos (18), Jonczy (9), Badura (2), Danner (6)?.
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