Gebenbach will Bürger bei Dorfentwicklung einbinden - Gemeinderat auf Klausurtagung
Das Ausbluten der Orte stoppen

Der Gebenbacher Gemeinderat vor der Klosterpforte Speinshart (von links)(: Bauamtsleiter Christian Gräßmann, Gemeinderätin Christine Sabisch, 3. Bürgermeister Dominik Obermeier, 2. Bürgermeister Cajetan Kredler, die Gemeinderäte Markus Rösch, Hermann Zöller, Franz Gottschalk und Thomas Kraus, Kämmerin Sabine Wilde, Geschäftsleiter Josef Bauer und Bürgermeister Peter Dotzler. Bild:dpe
Lokales
Gebenbach
19.03.2015
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Zur Vertiefung der Arbeit im Gemeinderat traf sich der Gebenbacher Gemeinderat zu einer Klausurtagung im Kloster Speinshart. Als Einstieg erläuterte Rita Wiesend von der Begegnungsstätte dieser Einrichtung die Geschichte des Klosters, verbunden mit einer Führung durch die Räume.

Bürgermeister Albert Nickel stellte seine Gemeinde Speinshart vor. Mit 1100 Einwohnern hat sie eine ähnliche Größe wie Gebenbach. Aufgrund der Größe und des ländlichen Umfeldes haben beide Gemeinden, so zeigte sich, ähnliche Schwierigkeiten, aber auch zahlreiche ähnliche Projekte am Laufen.

Ein größeres Problem stellt das Ausbluten der Dörfer dar. Deshalb widmeten sich die Räte mit Dr. Klaus Zeitler und den mitgereisten Verwaltungsleiter Josef Bauer und Bauamtsleiter Christian Gräßmann im ersten Teil ihrer Klausurtagung dem Thema Innenentwicklung. Immer mehr leerstehende Bausubstanz zeigt sich in den Ortskernen.

Bekanntester Leerstand

Der bekannteste Leerstand ist in Gebenbach der Pfarrhof. Hier will der Gemeinderat über verschiedene Projektansätze und Konzepte wieder Leben in die Ortskerne bringen. Bevor neue Baugebiete ausgewiesen werden, soll bei vorhandenen Baulücken die Abgabebereitschaft der Grundstückseigentümer abgefragt werden. Ein weiteres Anliegen ist die Einbindung der Bürger in die Weiterentwicklung der Gemeinde. Zum einen wurde in Kainsricht die Dorferneuerung mit viel Bürgerbeteiligung angestoßen. Zum anderen ist es der Wunsch der Räte, den Agenda-21-Prozess für das Gemeindegebiet fortzusetzen. Hier können sich dann die Bürger bei den verschiedenen Themen mit einbringen. Als Kernthema gilt auch hier die Innen- und die demografische Entwicklung.

Den Abschluss der Klausur bildete die Beratung des Haushaltsentwurfes 2015. Kämmerin Sabine Wilde erklärte dem Gremium die Entwicklung des Etats. Die einzelnen Zahlen wurden vorberaten, damit der Haushalt in der nächsten Gemeinderatsitzung verabschiedet werden kann.
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