Geschenkte Tore

Freude auf der einen, Frust auf der anderen Seite: Die Spieler des SC Ettmannsdorf mit dem Ex-Gebenbacher Marco Seifert (Zweiter von links) bejubeln ihren 4:0-Sieg, während der Gebenbachers Martin Kügler (rechts) enttäuscht zusehen muss. Bild: Ziegler
Lokales
Gebenbach
27.09.2015
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Vieles erinnert an das letzte Aufeinandertreffen vor drei Jahren in der Bezirksliga: Wie damals geht Ettmannsdorf nach einem eklatanten Abwehrfehler der DJK Gebenbach früh in Führung. Und wie damals gelingt den Gästen der entscheidende Treffer noch vor der Pause.

Bei der 0:4-Niederlage der DJK Gebenbach in der Fußball-Landesliga Mitte gegen den SC Ettmannsdorf wurde den Gästen in der 4. Minute das erste der schon obligatorischen Geschenke serviert: Bei einem hohen, total harmlosen Ball in den Strafraum wurde der aus der Gebenbacher Jugend kommende Marco Seifert unglücklich angeschossen, und dieser hatte keine Mühe, den Ball zum 0:1 einzuschieben.

Gegen die kopfballstarke Ettmannsdorfer Innenverteidigung versuchte die DJK flach und schnell über die Außenbahnen zu spielen. In der 10. Minute dribbelte sich Cengiz Izmire auf der linke Seite durch, die Hereingabe setzte Timo Kohler aber über das Gehäuse.

Kurz danach wurde Kohler im Strafraum klar gefoult. Weshalb der Schiedsrichter nicht auf Elfmeter entschied, wunderte auch den Ettmannsdorfer Trainer. "Den hätte er natürlich pfeifen müssen", sagte Timo Studtrucker unmittelbar nach dieser Szene.

Zufrieden war der SC-Trainer in der 24. Minute: Ein Fehler im Spielaufbau der Gebenbacher wurde sofort bestraft, Damian Huf nutzte den entstandenen Raum gegen eine in der Vorwärtsbewegung befindliche DJK und überwand Torhüter Michael Nitzbon mit einem Flachschuss aus 15 Metern. Marco Seifert hätte nach einer halben Stunde bereits das 0:3 machen können, als ihm der Ball von einer verunsicherten DJK-Hintermannschaft in die Beine gespielt wurde, er aber letztlich etwas zu unkonzentriert abschloss.

Danach hatte die Heimelf zwei gute Gelegenheiten zum 1:2. Zunächst lief Timo Kohler mit viel Tempo in den Strafraum, passte von der Grundlinie zurück, doch der in der Mitte wartende Chousein Chousein war schon einen halben Schritt zu weit vorne, so dass er nicht mehr entscheidend hinter den Ball kam (32.). Drei Minuten später eine ähnliche Situation: Kohler kam über halblinks bis an den Fünfmeterraum, Gästetorhüter Tim Ebner machte die kurze Ecke geschickt zu und klärte ganz stark per Fußabwehr.

Statt des möglichen Anschlusstreffers fiel auf der anderen Seite der entscheidende Treffer: SC-Kapitän Sebastian Fischer traf in der 37. Minute mit einem Sonntagsschuss am Samstagnachmittag aus gut 35 Metern knapp unter die Latte. Damit war die Luft raus aus der Begegnung.

In der zweiten Hälfte hatte die von Abwehrchef Florian Tausendpfund organisierte Ettmannsdorfer Abwehr keine allzu großen Probleme, den klaren Vorsprung zu verwalten und gelegentliche Nadelstiche nach vorne zu setzen. So gelang dem eingewechselten Calvin Morin eine Viertelstunde vor Schluss noch das 0:4 Mit diesem deutlichen Endstand wurde die personell geschwächte Heimelf doch etwas unter Wert geschlagen.
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