Im Räuberwald nah an der Natur

Lokales
Gebenbach
22.07.2015
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"Der Natur auf der Spur", so lautet das Motto für den Kainsrichter Räuberwald. Der Hort soll das Umweltbewusstsein bereits in der Kindheit fördern. Die Idee dieser Betreuungsform stellte Antragstellerin Sabine Lindner dem Gemeinderat vor.

"Die meiste Zeit halten sich die Kinder bei Wind und Wetter draußen auf", stellte Linder fest. Vorhandene Schutzräume böten ihnen in diesem Waldkindergarten einen schnellen Rückzugsort. Außerdem würden Spielsachen durch Naturmaterialien ersetzt, wodurch kaum Materialaufwand anfalle. "Grundsätzlich ist der Waldkindergarten eine gute und mutige Entscheidung, die unterstützt werden sollte", sagte Gemeinderat Hermann Zöller (FW). Eine Konkurrenz zum Kindergarten St. Martin stelle er nicht dar, da er ein neues Angebot mit einer anderen Zielgruppe sei.

Kein Löschwasser

"Es gibt allerdings einige Probleme, wie den Brandschutz, da in diesem Ortsteil kein Löschwasser vorhanden ist", gab Bürgermeister Peter Dotzler zu bedenken. Darüber hinaus sei der Zufahrtsweg nur vier Meter breit und nicht für zwei Autos gleichzeitig befahrbar. Entgegenkommende Fahrzeuge müssten auf Privatgrund ausweichen. Die Übergabe der Kinder ist daher an der Hofstelle in Kainsricht geplant.

Der Gemeinderat stimmte der Bauvoranfrage für Schutzräume zu, sofern die Antragstellerin mit der Gemeinde einen Vertrag zur Nutzung öffentlichen Grunds für Kurzparkflächen abschließt. Um die Trink- und Löschwasserversorgung muss sie sich ebenfalls eigenverantwortlich kümmern.

Der Förderbetrag für den Ausbau des AOVE-Kernwegenetzes wird von zehn auf sieben Millionen Euro reduziert. Pro Gemeinde ergibt das einen Betrag von rund 780 000 Euro. Nun sollen die Kommunen prüfen, ob einzelne Wege anderweitig gefördert werden können. Zusammen mit Hahnbach, Hirschau und Poppenricht gehört Gebenbach zur ersten Umsetzungsgruppe. Der Gemeinderat genehmigte das Planungskonzept für das Kernwegenetz im AOVE-Gebiet zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) und stimmte einem Eigenanteil von 15 Prozent der Kosten zu. Die Priorisierung wird entsprechend dem Vortrag an das Amt für Ländliche Entwicklung weitergegeben.

In einigen gemeindlichen Ortsteilen sind dieses Jahr Sanierungsarbeiten fällig, nämlich in der Irl-, Schul- und Raiffeisenstraße sowie am Bahnübergang Urspringer Weg. Hier müssen beispielsweise Fugen erneuert, Rasengitter entfernt und das Gehwegpflaster ausgebaut und neu verlegt werden. Das Gremium stimmte den Maßnahmen zu.

Zuschüsse für Vereine

Wie im Vorjahr erhalten die örtlichen Vereine eine Zuwendung aus dem Gemeindeetat. Neben der DJK oder der Blasmusik geht Geld auch an den Stopselclub und den Frauengesangverein. Der Gemeinderat genehmigte einstimmig insgesamt 4350 Euro.
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