Inzwischen eine wahre Rarität

Als ihr Arbeitgeber noch Flurbereinigungsamt hieß, waren solche Versammlungen für Regierungsrätin Regina Waltl (vorne Mitte im Kreis des Vorstandes) alltäglich. Jetzt sind sie selten. Bild: jkk
Lokales
Gebenbach
06.05.2015
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Früher waren es wichtige Institutionen, heute sind sie selten. Gebenbach hat bayernweit noch eine der ältesten Genossenschaften zur Flurbereinigung.

Vorsitzender Anselm Schöpf kann auf die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung bauen. Erneut unterstrich sie ihr anhaltendes Interesse mit ihrer Präsenz bei der Hauptversammlung. Bürgermeister Peter Dotzler, sein Stellvertreter Caj Kredler und mehrere Gemeinderäte nahmen auch teil, ebenso Regierungsrätin Regina Waltl vom Amt für Ländliche Entwicklung.

Die Hauptaufgabe der Genossenschaft, so Schöpf, besteht inzwischen in der Pflege des Wegenetzes. Es werde je nach Bedarf mit Fräsgut und Schottermaterial instandgehalten. Der Hecken- und Baumschnitt am Wegsaum sowie Grabenräumungen sind weitere wichtige Pflegemaßnahmen, die der Genossenschaft obliegen. Grabendurchlässe und Drainageabläufe müssen kontrolliert und bei Bedarf saniert werden. Finanziert werden die Arbeiten aus dem Genossenschaftsbeitrag von neun Euro pro Hektar, Zuschüssen der Gemeinde und Zuwendungen des Jagdpächters.

Interne Auftragsvergabe

Die Pflegearbeiten werden hauptsächlich von den Mitgliedern selbst vorgenommen. Sie würden die problematischen Stellen kennen, seien schnell einsatzbereit und die nötigen Investitionen blieben vor Ort, betonte der Genossenschaftsvorsitzende. Die Arbeiten und Finanzierung unterliegen der Betreuung und Finanzaufsicht des Amts für Ländliche Entwicklung. Für den Gemeindebereich legte Schöpf zudem einen detaillierten Bericht über die einzelnen Maßnahmen vor, für den Bereich Kainsricht erläuterte Albert Schreglmann den abgearbeiteten Katalog.

Nach dem positiven Kassenbericht von Josef Wendl stellte die Entlastung des Vorstandes kein Problem dar. Bürgermeister Peter Dotzler bedankte sich bei den Mitgliedern für die "beispielhafte Wegepflege". Sie diene nicht nur den Landwirten, sondern auch der Freizeitgestaltung der Bevölkerung. Müsste die Gemeinde diese Aufgabe schultern, wären die Kosten kaum zu halten, kalkulierte der Bürgermeister. Die Repräsentantin des Amts für Ländliche Entwicklung lobte die geleistete Arbeit. Seit 1927 gebe es diese Gemeinschaft und damit zähle sie zu den ganz wenigen noch existierenden Flurbereinigungs-Genossenschaften in Bayern.

Die Vorstandsmitglieder

Das Mitgliedervotum: Gebenbach vertreten Josef Wendl, Peter Dotzler, Anselm Schöpf, Andreas Wendl, Alfons Pfab, Markus Rösch, Markus und Wolfgang Siegert. Kainsricht vertreten Albert Schreglmann, Georg Wisneth und Norbert Siegert, Mimbach Josef Dotzler.
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