Jugend erklimmt den Mausberg

Die Gebenbacher Landjugend gestaltete den Jugendgottesdienst wieder mitreißend mit Texten und Liedern.
Lokales
Gebenbach
12.09.2015
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Auch Jesus hat sich nicht nur mit Menschen umgeben, die ihn mochten und die ihm gerne zugehört haben. "Denn wenn es so wäre, hätte er sicherlich nicht so viel Aufsehen erregt und wäre auch nicht so bekannt geworden", ist sich Pfarrvikar Christian Preitschaft sicher.

Die Jugendlichen aus der Pfarrei gestalteten mit Preitschaft gerne wieder ihren Tag auf dem Mausberg. "Lästige ertragen", so lautete das Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Gottesdienste zog. Bereits am Nachmittag hatte der Pfarrvikar in der ersten Schülermesse nach der Sommerpause diese Thematik ausführlich erläutert. Hierzu waren wieder viele Kinder und Schüler gekommen, die den Gottesdienst mit ihren verschiedenen Saiteninstrumenten unter der Leitung von Rita Butz begleiteten.

"Mann, du nervst mich", so begann Preitschaft seine Predigt. Wer habe diesen Satz nicht schon einmal gesagt? Auch wenn dieser Spruch offen und ehrlich sei, so zeige er dem Gegenüber doch an, dass man ihn loshaben möchte und würgt eine Unterhaltung ganz schön abrupt ab.

"In den Sinn kommt uns dieser Satz ohnehin des Öfteren, ohne dass wir ihn aussprechen, wenn wir bestimmten Menschen begegnen. Es passiert immer wieder, dass wir Menschen zuhören, obwohl wir überhaupt keinen Nerv dafür haben und nichts dazu sagen." Hinterher würden die Leute aber häufig merken, dass sie dem anderen allein durch das Zuhören geholfen haben.

Blockade überwinden

"Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten?", fragt Jesus im Evangelium. Der schon wieder, könne es also nicht heißen, wenn man im anderen Jesus erkenne. Ihn in jedem Menschen zu sehen, das könne auch helfen, die Blockade zu überwinden. "Wir müssen die Lasten anderer nicht zu unseren Lasten machen, aber wir sollten ihnen ihre Last erleichtern und beistehen." Dadurch geschehe ein wenig Erlösung für uns und die anderen. Dadurch könne sich der Himmel ein wenig weiter ausbreiten in unserer Welt und das sollte doch das Ziel der Christen sein." Man müsse nicht die gesamte Welt verändern. Es würde schon reichen, zu versuchen, die nähere Umgebung mitzugestalten und zu einem besseren Ort zu machen, betonte Preitschaft. Da müsse man manches Mal nerven und Nerviges ertragen, fügte der Pfarrvikar an.

Die Gottesmutter Maria gebe hierfür ein Beispiel. Es seien schon so viele Gebete und Anliegen zu ihr gebracht worden, dass man meinen könnte, dass wir die Nervigen wären. "Sie ist und sie war jedoch nie genervt von uns. Sie kann uns auch helfen, uns selbst einmal zu überwinden, wenn es darum geht, anderen Menschen beizustehen und ihnen zuzuhören", erklärte Preitschaft.
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