Maßlos enttäuscht

Der Gebenbacher Mittelfeldspieler Remigiusz Szewczyk (rechts) setzt vor dem Hauzenberger Innenverteidiger Johannes Schäffner (links) zu einem Fallrückzieher an. Bild: Ziegler
Lokales
Gebenbach
02.11.2015
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Auch gegen den Mitaufsteiger FC Sturm Hauzenberg gelang der DJK Gebenbach nicht der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf in der Landesliga Mitte. Im Gegenteil.

Nach der 1:3-Niederlage im Aufsteigerduell bleiben die Gastgeber auch im 13. Spiel in Folge ohne Sieg und haben damit auch die Möglichkeit verpasst den Relegationsplatz zu verlassen. Die Gäste aus Niederbayern, bei denen es in den vergangenen Wochen ebenfalls nicht optimal lief, kamen mit der Situation des "Gewinnenmüssens" besser zurecht. Sie zeigten sich von Beginn an einfach präsenter und giftiger.

"Die Mannschaft hat unter der Woche im Training super gearbeitet deshalb hatte ich vor dem Spiel ein gutes Gefühl, dass wir heute was reißen können", sagte ein maßlos enttäuschter Co-Trainer Jens Matthies nach dem Schlusspfiff. Weshalb die Mannschaft das in keiner Phase umsetzen konnte, blieb auch für Trainer Markus Kipry ein Rätsel. "Wir kamen nicht richtig in die Zweikämpfe, waren einfach zu weit weg vom Gegner." Als ein Freistoß von Timo Kohler in der zweiten Minute nur um Zentimeter über das Tor ging, war noch Hoffnung im DJK-Lager.

Auch die beiden besten Möglichkeiten der Elf von Spielertrainer Alex Geiger waren nicht herausgespielt, sondern eher dem Zufall geschuldet. In der 12. Minute sprang das Leder vom Oberschenkel eines überraschten Gästespielers an die Latte. Beim zweiten Aluminiumtreffer in der 31. Minute landete ein Querschläger am Außenpfosten des DJK-Gehäuses.

Vier Minuten später (35.) bereitete Timo Kohler mit einer überragenden Einzelaktion die größte Chance des Spiels vor. Er verlud im Strafraum zwei Gegenspieler, und als dann Gästetorhüter Hellauer zu Boden ging, spielte er den Ball perfekt in die Mitte zu Remi Szewczyk. Der DJK-Spielmacher brachte aber das Kunststück fertig, den Ball frei stehend aus sechs Metern über das leere Tor zu setzen. Diese Szene war symptomatisch für das fehlende Selbstvertrauen der Kipry-Truppe. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff (45.) wurde die Heimelf auf der rechten Abwehrseite überlaufen. Den Rückpass verwertete Manuel Mader mit einem satten Schuss aus 14 Metern knapp unter die Latte zum 0:1. Die einzige Chance zum Ausgleich vergab wiederum Remi Szewczyk (51.), als er nach einem langen Ball frei auf den Gästetorhüter zu steuerte, beim Abschluss aber zu lange zögerte.

In einem zerfahrenen Spiel das von vielen Unterbrechungen geprägt war, fiel die Vorentscheidung in der 71. Minute. Bezeichnenderweise bekam die DJK nach einem Freistoß im Mittelfeld wieder keinen Zugriff auf den Gegner, und Manuel Mader war nach einer Kopfballablage am Strafraum frei vor Torhüter Nitzbon und markierte das 0:2. Wenige Minuten später (77.) nutzte Alex Starkl eine weitere Unsicherheit in der DJK-Defensive zur endgültigen Entscheidung. Auch nach dem 1:3-Anschlusstreffer von Christoph Bäumler (81.) fehlte in den Aktionen der DJK die letzte Überzeugung.
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