Pater Temme predigt beim Seniorentag auf Mausberg
Eigenes Herz frei von Zweifeln haben

Lukas Temme, Direktor im Kloster der Passionisten in Schwarzenfeld und Provinzial, forderte beim Seniorengottesdienst die Gläubigen auf, sich in Zweifeln am Glauben Anderer zu stärken. Bild: swo
Lokales
Gebenbach
11.09.2015
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"Zweiflern raten" - Jesus Christus traue uns das zu: So begann Pater Lukas Temme, Direktor im Kloster der Passionisten in Schwarzenfeld und Provinzial, seine Predigt zum Seniorentag auf dem Mausberg. Dort füllte sich der Platz zu Beginn des Gottesdienstes immer mehr mit Wallfahrern, und es kamen viele Senioren, obwohl die Witterung nicht unbedingt einladend war.

Angst vor dem Sterben

Temme fuhr fort, dass er in früheren Jahren Krankenhausseelsorger war und dort einen jungen Mann auf seinem letzten Weg zu betreuen hatte. Auf die Frage, ob er Angst vor dem Tod habe, antwortete dieser: vor dem Tod nicht, vor dem Sterben schon. Er forderte den Priester auf, ihm die Angst vor dem, was komme, zu nehmen. Auf die unsichere Reaktion des Geistlichen sagte der Sterbende, er solle ihm von seiner Hoffnung erzählen. Der Pater führte aus, dass es wesentlich für die Christen sei, sich selbst zu fragen, welches Ereignis ihre Hoffnung sei - die Bibel oder der auferstandene Herr.

Jesus fordere, dass wir seine Zeugen seien und Zweifelnde stärken sollen. Dafür müsse man aber sein eigenes Herz frei von Zweifeln haben. Dies erreiche man durch das tägliche Gebet oder wenn man sich Zeit nehme, in der Heiligen Schrift zu lesen. Man müsse sich aufmachen und über den Glauben reden. In unserer Zeit werde über so vieles geredet, aber nicht über den Glauben. Gerade das aber täte den Menschen gut.

Auch wenn wir immer wieder zweifelten und vieles sinnlos scheine, dürften wir uns sicher sein, dass Jesus mit uns im Boot sitzt und uns den Weg vorgibt. Aber oft genug fehle uns dazu der Mut, etwa am Arbeitsplatz oder in der Freizeit. Zudem falle es oft schwer, für andere zu beten, vor allem für solche, die nicht glaubten und zweifelten. Christus aber traue uns die Aufgabe zu.

Und der Prediger fuhr fort: "Ihr sollt meine Zeugen sein, so sagt er, und auch wenn wir auf Zweifler zugehen und dabei viel Kritik ertragen müssen, so dürften wir sicher sein, es ist der Herr, der neben uns steht und uns die richtigen Worte vorgibt." Wir müssten in unserer Hoffnung über den eigenen Tellerrand hinaussehen und uns auch am Glauben anderer stärken, auch wenn es um die Zweifel um das Leben nach dem Tod gehe, fügte Pater Temme an.
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