Schöne Geschenke

22. Minute: Schiedsrichter Florian Islinger (SpVgg Hainsacker) zeigt dem Gebenbacher Mittelfeldspieler Remigiusz Szewcyk (links) wegen Beleidigung die Rote Karte. Bild: Ziegler
Lokales
Gebenbach
27.04.2015
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Ein Tor in der 6. Minute der Nachspielzeit, das nicht ganz korrekt zustande kam, zwei Rote Karten für die Gastgeber und ein Schiri, der Spiele sicher schon souveräner geleitet hat: Das waren die entscheidenden Faktoren im Derby zwischen der DJK Gebenbach und dem SV Raigering.

(lik) Dabei begann für den Gastgeber das Spiel optimal. Erdal Izmire zog einen Eckball angeschnitten vor das Gästetor, sein Bruder Cengiz irritierte dabei Torwart Tobias Schoberth und der Ball landete zur glücklichen Führung (3.) im Netz.

In der Folge kontrollierte die Heimelf Ball und Gegner und nach 14 Minuten fast das 2:0: Ein gefühlvoll geschossener Freistoß aus 18 Metern von Helmut Jurek krachte aber nur ans Tordreieck. Kurz danach zog der laufstarke Thomas Urbanek aus 20 Metern ab. Sein Schuss ging um Zentimeter übers Gästegehäuse. Weitere sieben Minuten später (22.) dann eine Schlüsselszene des Spiels. Remi Szewczyk erlief einen langen Ball, Gäste-Schlussmann Schoberth kam aus seinem Tor und sprang den DJK-Stürmer mit angezogenen Beinen um.

Jetzt war Rätselraten angesagt. Zunächst schien es so, als würde der Schiedsrichter auf Elfmeter entscheiden, da er auf den Punkt zeigte. Dann entschied er sich aber, dem Gebenbacher Torjäger Remi Szewczyk wegen Beleidigung des Gegenspielers Rot zu zeigen und dem SVR-Torhüter die Gelbe Karte zu geben.

Bis zum Ende der ersten Hälfte merkte man nicht, dass Raigering einen Mann mehr auf dem Feld hatte. Im Gegenteil: Manuel Hammer wäre in der 46. Minute nach dynamischen Antritt frei durchgewesen und wurde gefoult. Die Gäste waren hier mit der Gelben Karte noch gut bedient. Fast mit dem Pausenpfiff (48.) hatte Cengiz Izmire die große Gelegenheit, die Führung auszubauen. Er kam im Strafraum in halblinker Position frei zum Schuss, zielte aber am rechten Pfosten vorbei. Nach einer Stunde wurde der Druck der Gäste stärker, ohne dass sie sich aber die ganz große Möglichkeit herausspielen konnten. In der 76. Minute war es aber dann doch dem kurz zuvor eingewechselten Nikolai Seidel vorbehalten, den ersten Treffer gegen Gebenbach zu erzielen und damit den Raigeringer Torfluch zu beenden. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld stand er am langen Pfosten frei und nickte die Kugel zum Ausgleich ein.

Gegen Ende des Spiels wurden die Konter der DJK wieder gefährlicher. Die Riesenchance zum 2:1 hatte Manuel Hammer: Er donnerte den Ball in der 90. Minute aus 14 Metern an die Latte. In der 94. Minute zog sich der Schiedsrichter nochmals den Unmut der Gebenbacher Zuschauer zu, als er ein Foul von Erdal Izmire im Mittelfeld mit Rot ahndete.

Zu allem Überfluss übersah das Schiri-Gespann beim Siegtreffer durch Florian Hiltl in der 96. Minute, dass ein Raigeringer Spieler den Ball nach einem Freistoß mit der Hand angenommen und so für den Torschützen aufgelegt hatte.
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