Umschuldung erspart Kredit

Eine wichtige Investition der Gemeinde Gebenbach: Die Sanierung des Atzmannsrichter Badeweihers. Bild: esm
Lokales
Gebenbach
18.04.2015
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Der Blick in den Haushaltsplan 2015 stellt zufrieden. Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Gesamthaushalt deutlich höher aus. Durch Mehr-Einnahmen im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt kann die Gemeinde in wichtige Projekte investieren.

"Wir wollen zum Beispiel das Bau- und Gewerbegebiet erschließen und den Atzmannsrichter Badeweiher sanieren", führte Bürgermeister Dotzler an. Auch der Ausbau der Breitbandversorgung sei mit einkalkuliert.

Lob für Kämmerin

Hervorragende Arbeit leistete Kämmerin Sabine Wilde bei der Kredit-Tilgung: Durch eine Umschuldung ersparte sie der Gemeinde eine Kreditaufnahme und anfallende Zinsen. "Die allgemeine Rücklage ist hoch genug für einen Haushaltsausgleich", erklärte Wilde.

Insgesamt sei der gemeindliche Schuldenstand und somit auch die Pro-Kopf-Verschuldung gesunken. Die Haushaltssatzung brachte der Gemeinderat einstimmig auf den Weg. Außerdem genehmigte er den Stellenplan zum Haushalt. Dem Finanzplan für den Zeitraum 2014 bis 2018 stimmten die Räte ebenfalls zu. Die Jahresrechnung für 2014 übernehmen die Gemeinderäte Gottschalk, Hager und Kraus.

In der Irlstraße planen Bauwillige eine neue Terrasse durch einen Anbau im Kellergeschoss. Im Antrag werden die zulässigen Bauvorgaben für Gebenbach-West eingehalten, allerdings fehlen die festgelegten Maße der Bebauungsgrenzen. "Der Abstand zum Nachbargrundstück muss z.B. stimmen", so Gottschalk. Dem Antrag stimmten alle zu, solange er immissionsrechtlich in Ordnung ist. Markus Rösch als Projektplaner enthielt sich der Abstimmung.

Auch ein Vorbescheid für den Bau eines Pferdestalls in der Bahnhofstraße liegt vor. Fraglich ist die bauplanungs- und immissionsrechtliche Zulässigkeit des Bauvorhabens hinsichtlich der Wohnbebauung in der Nachbarschaft. "Die Bahnhofstraße fällt unter Mischgebiet ", so Rösch. Und vier Pferde seien nicht unbedingt eine Gewerbeeinrichtung. Der Gemeinderat genehmigte den Antrag trotzdem, sofern er immssionsrechtlich unbedenklich ist.

Bonus für Kinder

Um die Qualität in Kindertageseinrichtungen zu verbessern, leistet der Freistaat Bayern den Qualitätsbonus plus. Aktuell liegt die Förderung bei 53,69 Euro pro Kind. Bei durchschnittlich 50 Kindern in einer Einrichtung würde sich für die Gemeinde Gebenbach ein Betrag von 2700 Euro ergeben.

"Wenn wir den Bonus in Anspruch nehmen wollen, müssen wir unseren kommunalen Anteil erhöhen"; informiert Dotzler. Der Gemeinderat beschloss, den kommunalen Anteil an den Kindertageseinrichtungen in gleicher Höhe wie die staatliche Förderung anzupassen. Die zusätzlichen Mittel seien für die Qualitätsverbesserung herzunehmen.
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