Gemeinderat Gebenbach
Laute Töne im Gemeinderat

Politik
Gebenbach
22.07.2016
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Der aktuelle Stand der städtebaulichen Grobanalyse für Gebenbach und die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs für die Feuerwehr Gebenbach-Kainsricht waren die zentralen Punkte bei der Gemeinderatssitzung. Reichlich laut wurde es beim Thema Gewerbegebiet.

Nach einer zweistündigen Ortsbegehung vor der eigentlichen Sitzung stellte Anne Kremer von der Firma Nonconform die ersten Ergebnisse der städtebaulichen Grobanalyse vor. Demnach sind die Flächen- und Nutzungspotenziale interessant, eine Grundversorgung der Bevölkerung ist vorhanden. Für die Innenentwicklung sollten Bebauungspläne erstellt und die Ausweisung eines Sanierungsgebiets festgelegt werden. Ziel ist die Aufnahme des Gebenbacher Ortskerns in eines der Städtebauförderungsprogramme. Der Gemeinderat hieß die Ausführungen gut. Ebenso war das Vilsecker Gremium für die Vorstellung des Projekts bei der Regierung der Oberpfalz.

Neues Feuerwehrauto


Eine Änderung der Bauleitplanung der Stadt Hirschau segnete das Gremium einstimmig ab, da die Belange der Gemeinde Gebenbach dadurch nicht berührt werden. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde der Bauantrag von Katharina Lindner und Thomas Sehr zum Bau eines Wohnhauses mit Carport und Garage in der Straße "Am Kalvarienberg" genehmigt.

Ende 2015 beantragte die Feuerwehr Gebenbach-Kainsricht die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs als Ersatz für das 29 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF). Der Kommandant der Gebenbacher Wehr, Georg Wiesneth, sowie die ebenfalls anwesenden Fredi Weiß (Kreisbrandrat) und Karl Luber (Kreisbrandinspektor) schlugen für die Neuanschaffung ein mittleres Löschfahrzeug (MLF) vor. Hierzu wäre allerdings der Kauf zusätzlicher Ausrüstung notwendig. Außerdem müssten mindestens zwölf Feuerwehrleute als Atemschutzgeräteträger ausgebildet werden, wobei die Atzmannsrichter Wehr vier Geräteträger stellen würde.

Die Gesamtkosten für ein MLF liegen bei knapp 150 000 Euro. Mit einem staatlichen Zuschuss von rund 50 000 Euro ist zu rechnen. Das Gremium folgte dem Rat der Fachleute und beschloss einstimmig den Kauf eines mittleren Löschfahrzeugs. Der Erwerb von Schutzkleidung in Höhe von 3200 Euro wurde genehmigt.

Ungewöhnlich laut wurde es beim Thema "Teilerschließung des Gewerbegebiets Gebenbach-West". Die Fraktionen der CSU und der JA hatten schriftlich die möglichst schnelle Fertigstellung einer Straße im Gewerbegebiet noch im Jahr 2016 gefordert. Nach einer emotional geführten Diskussion stellte Bürgermeister Dotzler fest: "Der Antrag enthält zu den Kosten und zur Finanzierung keinerlei Angaben. Somit kann über den Antrag nicht entschieden werden!"

Ein weiterer Antrag der Fraktionen der CSU und JA zur Beschilderung des Gewerbegebiets kam ebenfalls nicht zu Entscheidung, da dies bereits erfolgte.
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