In Gebenbach legen zwei Feldgeschworene Eid ab
Immer noch wichtig

Bürgermeister Peter Dotzler (Mitte) vereidigte die Feldgeschworener Wolfgang Bäumler (links) und Alfred Kellner. Bild: zöh
Politik
Gebenbach
20.03.2017
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Man möchte meinen, dass im Zeitalter digitaler Vermessungstechnik keine Feldgeschworenen mehr gebraucht werden. Doch dem ist nicht so. Für die Vermessungsämter sind sie immer noch wichtige Ansprechpartner, da sie mit den Grundstücksverhältnissen vor Ort bestens vertraut sind.

Das Ehrenamt des Feldgeschworenen geht bis ins Mittelalter zurück. Bis zum Jahr 1900 hatten sie das Recht, Grenzermittlungen oder Grundstücksteilungen und -abmarkungen vorzunehmen. Seitdem unterstehen die Feldgeschworenen den Vermessungsämtern. Auch hüteten sie das sogenannte Siebenergeheimnis. Hierbei handelte sich um besondere Markierungen in der Nähe der Grenzsteine, die nur den Feldgeschworenen bekannt waren. Ein missbräuchliches Versetzen der Grenzsteine sollte so erschwert werden. Heutzutage vertraut man lieber der modernen Vermessungstechnik.

Für die Gemeinde Gebenbach wurden Wolfgang Bäumler und Alfred Kellner, beide aus Atzmannsricht, vom Gemeinderat zu neuen Feldgeschworenen gewählt. In der Gemeinderatssitzung legten sie ihren Amtseid auf das Grundgesetz der Bundesrepublik und die Verfassung des Freistaats Bayern ab. Feldgeschworener ist ein Ehrenamt auf Lebenszeit, man kann es lediglich aus Alters-, oder Gesundheitsgründen ruhen lassen.
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