Sitzung des Gebenbacher Gemeinderats
Schattenseiten der Windkraft

Politik
Gebenbach
18.10.2016
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Noch existiert das Vorhaben nur auf dem Papier. Trotzdem sorgt der geänderte Regionalplan Windenergie der Oberpfalz-Nord im Gemeinderat Gebenbach für Wirbel.

Die Fraktionen vermissen in dem Entwurf die 10 H-Regelungen. Vor allem ist ihnen ein Dorn im Auge, dass ein Windrad möglicherweise nur 750 Meter von Kainsricht entfernt wäre. "Das ist viel zu nah. Wenn eins herkommt, muss es weiter weg", stellte Franz Gottschalk (Freie Wähler) resolut fest.

Ständige Änderungen


Rotoren werfen Schatten, ihre steten Geräusche sind zu hören. "Das muss man doch alles beachten, bevor man uns ein Windrad herstellt", betonte Gottschalk. Auch die Kraftanlage - laut Änderungsplan nördlich und südlich der B 14 - entspreche nicht ganz der 10 H-Regelung: Sie sei etwa 280 Meter vom Gewerbegebiet Gebenbach-West, 980 Meter von den ersten Häusern Gebenbachs und 1100 Meter von Kainsricht entfernt.

Der Regionalplan ändere sich aber ständig, wie Hermann Zöller (Freie Wähler) bemerkte. "Und relevant wäre das alles, wenn tatsächlich eine Baugenehmigung für die Windräder vorliegen würde." Trotzdem mahnte Bürgermeister Peter Dotzler dazu, den Regionalplan nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: "Die ersten Firmen fangen schon an, zu planen."

Gedanken machte sich der Gemeinderat im Zusammenhang mit dem Thema Windenergie auch um Bodenschätze und Wasserversorgung. Einige geplante Gebiete überschneiden sich mit Bereichen, in denen Sand abgebaut (Westen) wird oder die der Wasserversorgung dienen (Osten). "Das sollten wir alles beachten und in einer Stellungnahme festhalten", erklärte Dotzler.

10 H- Regelung einhalten


Ob die Wünsche der Gemeinde berücksichtigt werden, bleibt offen. Trotzdem waren sich die Räte einig, zur Änderung des Regionalplans eine Stellungnahme abzugeben. Ihre Hauptforderung: Windenergie ja, aber nur in Gebieten, die der 10 H-Regelung entsprechen. Außerdem wünschen sich die Räte, dass die Bodenschätze wie Sand sowie die Wasserversorgung kartiert werden.

Das muss man doch alles beachten, bevor man uns ein Windrad herstellt.Franz Gottschalk, FW-Gemeinderat


Mögliche StandorteLaut dem Regionalplan sind rund um die Gemeinde Gebenbach drei Bereiche als Windenergiegebiete markiert:

nord-westlich von Kainsricht, setzt sich in Richtung Fronhof fort

östlich von Gebenbach und Atzmannsricht, endet an der Gemeindegrenze. Von Atzmannsricht liegt das Areal knapp 1350 und von Gebenbach 1800 Meter entfernt;

nördlich und südlich der B 14, noch auf Hahnbacher Gebiet. Allerdings ist der Bereich nur knapp 280 Meter vom Gewerbegebiet Gebenbach-West, 980 Meter von den ersten Häusern Gebenbachs und etwa 1100 Meter von Kainsricht entfernt. (esm)

( esm) Hier ein paar Euro für den Sportverein, dort ein Zuschuss für die Theatergruppe: Die Gemeinde greift ihren Vereinen finanziell jedes Jahr unter die Arme.

Statt fester Beträge könnte es aber bald flexible Zuschüsse geben. Denn: Mal braucht ein Verein mehr, mal weniger. Wie Markus Rösch (CSU) meinte, wäre ihnen damit sicher mehr geholfen als mit jährlichen Pauschalen von 100 oder 150 Euro. Das seien zwar Beträge, mit denen die Gemeinde die ehrenamtliche Arbeit der Sportler, Musiker oder Fahnenschwinger würdige. "Aber große Sprünge können sie damit eben nicht machen", sagte Rösch.

Ob die Vereine mit den bisherigen Zuschüssen über die Runden kommen, können wohl nur die Vereinsvorsitzenden sagen. "Es wäre eine gute Idee, mal mit ihnen selbst zu sprechen", regte Christine Sabisch (Freie Wähler) deshalb an. Dieses Gespräch könnte gleichzeitig die Grundlage für das geplante Vereinsgremium sein.

Für heuer, so entschied der Gemeinderat einstimmig, sollen die Zuschüsse noch einmal so geregelt werden wie bisher. Zusätzlich lässt man der Gitarrengruppe 100 Euro zukommen. Wie es künftig mit der Finanzspritze aussehen soll, diskutieren die Räte im Frühjahr 2017.

Zuwendungen an VereineDJK: 1500 Euro

Blasmusik: 100 Euro

MGV Frohsinn: 200 Euro

KLJB Gebenbach: 150 Euro

KLJB Atzmannsricht: 150 Euro

Familiengemeinschaft: 150 Euro

Landfrauensingkreis: 300 Euro

Obst- und Gartenbauverein: 100 Euro

Fahnenschwinger:100 Euro

Stopselclub:100 Euro

Feuerwehr Gebenbach-Kainsricht: 100 Euro

Feuerwehr Atzmannsricht: 100 Euro

Theatergruppe: 100 Euro

VdK Hirschau: 100 Euro

KSK Hirschau: 100 Euro

Dorfgemeinschaft Atzmannsricht: 100 Euro (esm)
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