Fußball
Bittere Lektion für DJK Gebenbach

Ein Kopfballduell zwischen dem Kelheimer Torschützen zum 1:1-Ausgleich, Dominik Berkmüller (Mitte), und dem Gebenbacher Helmut Jurek, beobachtet vom Gebenbacher Führungstorschützen Remigiusz Szewczyk (links) und Neuzugang Petar Trifonov (rechts). Bild: Ziegler
Sport
Gebenbach
03.04.2016
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Fußball-Landesligist DJK Gebenbach verspielt leichtfertig die durch zwei Auswärtssiege an Ostern hart erarbeitete gute Ausgangslage im Abstiegskampf. Gegen den ATSV Kelheim vergibt die Maloku-Elf reihenweise beste Möglichkeiten und bekommt vom Schlusslicht eine Lektion in Sachen Chancenverwertung erteilt.

In der 48. Minute steuerten Tomas Petracek und Remi Szewczyk alleine auf den Kelheimer Torhüter Raphael Marhöfer zu. Petracek legte uneigennützig quer und Szewczyk brachte das Kunststück fertig, den Ball aus fünf Metern vor dem leeren Tor an die Latte zu donnern. "Wenn der drin gewesen wäre, hätten wir hier wahrscheinlich vier oder fünf Stück bekommen", sagte ATSV-Trainer Bernd Schinn nach dem 3:1-Sieg seiner Mannschaft.

Aber auch so hätte die Elf von DJK-Trainer Faruk Maloku zu diesem Zeitpunkt bereits mit drei oder vier Treffern vorne liegen müssen. Kelheim versteckte sich in der Anfangsphase nicht, war aber wie die Gastgeber beim Abspiel zu ungenau. Nach einer Viertelstunde wurde die DJK druckvoller und die Chancen häuften sich. Petar Trifonov traf aus 16 Metern die Latte, dann holte Torhüter Marhöfer einen 18-Meter-Freistoß von Thorsten Troche ganz stark aus dem Winkel (25.) und verhinderte bei Ein-gegen-Eins-Situationen gegen Christoph Bäumler (26.) und Martin Kopac (31.) einen Rückstand.

Herrlicher Seitfallzieher


In der 36. Minute hatte der überragende Gästeschlussmann Glück, als Szewczyk aus acht Metern nur den Pfosten traf. Zwei Minuten später flankte Bäumler in den Strafraum und Szewczyk sorgte mit einem herrlichen Seitfallzieher aus neun Metern für das 1:0. Drei Minuten nach der Pause folgte Szewczyks fataler Fehlschuss. Eine 2:0-Führung wäre wohl die Entscheidung gewesen.

Die Strafe folgte nur vier Minuten später, als Kelheims Kapitän Dominik Berkmüller mit einem Freistoß aus gut 25 Metern über die Mauer hinweg flach neben den Pfosten zum Ausgleich traf. Nun wurde das Schlusslicht der Fußball-Landesliga Mitte mutiger, trotzdem hatte Gebenbach weiterhin die klareren Chancen: Petracek tankte sich in der 76. Minute bis an die Grundlinie durch, bediente Cengiz Izmire, der das Gehäuse nur um Zentimeter verfehlte. Zwei Minuten später wieder eine Großtat von Torhüter Marhöfer, der einen 12-Meter-Flachschuss von Petracek reaktionsschnell mit dem Fuß klärte. Nach einem indirekt ausgeführten Freistoß traf der eingewechselte Florian Fischer in der 81. Minute zum 1:2 und stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf.

Aussetzer in der Abwehr


Das 1:3 drei Minuten später, als ein Freistoß aus der eigenen Hälfte einfach nach vorne geschlagen wurde und Alexander Rott ein Missverständnis in der DJK-Abwehr ausnutzte, passte dann so richtig ins Bild.
Wenn der drin gewesen wäre, hätten wir hier wahrscheinlich vier oder fünf Stück bekommen.Kelheims Trainer Bernd Schinn zur vergebenen Chance von Remi Szewczyk in der 48. Minute
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