Fußball Landesliga Mitte
DJK Gebenbach triumphiert im Spitzenspiel beim ASV Cham

Zweifacher Torschütze: Ex-Regionalligaspieler Kai Hempel. Bild: ref
Sport
Gebenbach
24.07.2016
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Die DJK Gebenbach hat ihre Lehren aus den beiden deftigen Niederlagen der vergangenen Landesliga-Saison gegen den ASV Cham gezogen und mit einer überraschenden Taktik dem Favoriten im eigenen Stadion verdient mit 3:1 geschlagen.

"Wir haben etwas Neues versucht und eine defensivere Variante gewählt. Es war nicht ohne Risiko, weil wir vorher mit so einer Aufstellung noch nie gespielt hatten", sagte DJK-Trainer Faruk Maloku. Er beorderte Timo Nürnberger zusätzlich in die Abwehr - und dieser Schachzug ging voll auf. "Wenn die Fünferkette nach vorne geschoben hat, haben wir Probleme bekommen", so der sichtlich enttäuschte ASV-Trainer Uwe Mißlinger nach dem Spiel.

Das laufstarke DJK-Mittelfeld mit Kapitän Jurek, Becker, Hempel und Kopac rückte immer wieder mit nach vorne und unterstützte wirkungsvoll die einzige Spitze Pavel Novotny. Der legte in der 6. Minute am linken Strafraumeck für Martin Kopac auf. Gegen dessen satten Schuss ins lange Eck hatte ASV-Torhüter Vogl keine Chance. Sein Gegenüber Johannes Ritter, der den gesperrten Michael Nitzbon gut vertrat, musste erstmals nach einer Viertelstunde eingreifen. Bei einem Flachschuss aus 15 Metern zeigte er sich auf dem Posten. Eine Minute später wäre er aber machtlos gewesen, als Franz-Xaver Brandl über die linke Seite durchlaufen konnte dann aber nur den Außenpfosten traf. Auf der anderen Seite hatte Petar Trifonov eine gute Kopfballchance zum 2:0.

Nach dem Seitenwechsel kam in der 54. Minute Timo Kohler für den unermüdlich rackernden Pavel Novotny. Dass Cham jetzt mehr öffnen musste, kam dem schnellem Umschaltspiel der DJK entgegen. Clever, wie Kai Hempel in der 64. Minute einem Chamer Verteidiger den Ball abluchste und das 2:0 markierte. Sieben Minuten später war er wieder im Strafraum zur Stelle und es hieß 3:0.

Eine Minute vorher (70.) hatte der Chamer Sechser Tobias Berger nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot gesehen. Nach einem klasse Spielzug über Kohler und Becker war Nico Becker frei durch. Obwohl er auch selber hätte abschließen können, legte er noch mal quer auf Kai Hempel. Der zögerte frei stehend etwas zu lange, sonst wäre ihm innerhalb von zehn Minuten ein Hattrick gelungen.

"Der Gast hat es nach dem 2:0 clever und routiniert runtergespielt. Wir haben zwar weiter alles versucht, waren aber vorne zu harmlos. Die wenigen Geschenke, die uns die DJK angeboten hat, haben wir nicht angenommen", so das Fazit von ASV-Trainer Mißlinger.

Die Frage, ob der Foulelfmeter berechtigt war, den Michael Plänitz drei Minuten vor Schluss zum 1:3 verwandelte, spielte keine Rolle mehr. Nur DJK-Torhüter Johannes Ritter ärgerte sich, da er dran war und nach dem Spiel gegen Ruhmannsfelden fast wieder einen Strafstoß gehalten hätte.

Wir haben etwas Neues versucht und eine defensivere Variante gewählt. Es war nicht ohne Risiko, weil wir vorher mit so einer Aufstellung noch nie gespielt hatten.Faruk Maloku, Trainer DJK Gebenbach
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