Landesliga Mitte
Ein Spektakel in Gebenbach

Fünf Mal konnten die Spieler der DJK Gebenbach mit ihrem Kapitän Helmut Jurek (Nummer 20) einen Treffer im Spiel gegen den SV Neukirchen beim Heiligen Blut bejubeln. Das Spiel war bis zum Schlusspfiff hart umkämpft. Bild: Ziegler
Sport
Gebenbach
08.08.2016
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Sieben Tore, drei Elfmeter, eine Rote und neun Gelbe Karten. Die über 300 Zuschauer bekamen in Gebenbach zwar keinen fußballerischen Leckerbissen serviert, dafür aber viel Kampf und Spannung.

Die DJK Gebenbach feierte am Samstag mit dem 5:2 gegen den SV Neukirchen beim Heiligen Blut einen weiteren wichtigen Sieg in der Landesliga Mitte, aber erst mit dem Treffer zum 4:2 zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit waren die ab der 49.Minute in Unterzahl spielenden Gäste geschlagen.

Ein idealer Beginn


Die Begegnung begann für die Heimelf ideal. Bereits in der zweiten Minute schlug ein angeschnittener Freistoß von Niko Becker aus gut 30 Metern genau im Torwinkel ein. Nach der Führung glaubte die DJK, alles spielerisch kontrollieren und lösen zu können. Da hatte man die Rechnung aber ohne die kampf- und laufstarken Gäste gemacht. "Mir hat imponiert wie Neukirchen hier aufgetreten ist. Sie haben uns gezeigt, dass es nur mit Spitze-Hacke-Tralala in der Liga nicht geht", sagte DJK-Trainer Faruk Maloku. In der 21 Minute wäre den Gästen fast der Ausgleich geglückt. Adam Vlcek luchste Torhüter Ritter außerhalb des Strafraums den Ball ab, legte die Kugel aus spitzem Winkel sofort nach innen. Das Leder kullerte die Linie entlang und konnte gerade noch geklärt werden. Fünf Minuten später (21.) war der DJK-Torhüter bei einen Kopfball von Zdenek Becka zur Stelle. Gebenbach blieb durch Konter gefährlich, der Gast zeigte aber weiter mehr Leidenschaft und kam kurz vor der Pause (43.) zum verdienten Ausgleich. Nach einem Kopfballduell zwischen Trifonov und Gäste Spielertrainer Meindl entschied der Schiedsrichter auf Foulelfmeter, den Boris Förster sicher verwandelte.

Mit einer anderen Körpersprache kam die DJK aus den Kabinen. In der 49. Minute spielte Timo Kohler seine Schnelligkeit aus, lief alleine aufs Gästetor zu und wurde außerhalb des Strafraums von Torhüter Jurasi unsanft gebremst. Für den mit Rot vom Platz gestellten Jurasi kam Ersatztorhüter Alfred Werner. Der konnte nach einem Freistoß den Ball nicht festhalten und DJK-Abwehrspieler Lukas Libotovsky stocherte das Leder aus vier Metern über das leere Tor. Kurz darauf wurde Kai Hempel im Strafraum zu Fall gebracht. Martin Kopac verwandelte den Strafstoß in der 54. Minute zum 2:1. Die Gäste zeigten sich keineswegs geschockt und Adam Vlcek glich drei Minuten später zum 2:2 aus. Es ging Schlag auf Schlag weiter: Nach einem Handspiel im Gästestrafraum zeigte der Schiri erneut auf den Punkt. Auch diesmal traf Kopac in der 67.Minute zur erneuten Führung. Neukirchen versuchte alles, blieb trotz Unterzahl druckvoll, eröffnete damit der DJK aber beste Kontermöglichkeiten.

Eine kuriose Aktion


"Wir hätten früher das 4:2 machen müssen, anscheinend wollten wir es aber spannend halten", sagte DJK-Trainer Faruk Maloku nach nervenaufreibenden 90 Minuten. Damit meinte er auch eine spektakuläre Szene, als Timo Kohler in der 74. Minute Ersatztorwart Werner überlief, den Ball in die Mitte schnippelte. Die Kugel hätte wohl alleine den Weg ins Tor gefunden, der anstürmende Pavel Novotny wollte zwei Meter vor der Torlinie aber nachhelfen und "klärte" für die Gästeabwehr - eine kuriose Aktion. Erst in der 88. und 92 Minute nutzte die DJK durch Timo Kohler und Niko Becker weitere Konter zum 5:2 Endstand.
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