Warnung vor angeschlagenem Gegner
DJK Gebenbach vor dem Duell mit SV Sorghof

Zum Spitzenspiel gegen den ASV Burglengenfeld kamen über 600 Zuschauer auf die Sportanlage in Gebenbach. Da herrschte allerdings bestes Wetter. Für das Derby gegen Sorghof wird Nieselregen vorhergesagt. Die Frage, wie viele Fans dann den Weg zum Fußballplatz finden, wird am Samstag beantwortet. Bild: Ziegler
Sport
Gebenbach
22.10.2016
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Für die einen ist es das schwerste Spiel, für die anderen das leichteste, wenn Tabellenführer DJK Gebenbach den Vorletzten SV Sorghof empfängt. Aber nicht so, wie man auf Anhieb meinen könnte.

Denn vom Spitzenreiter der Landesliga Mitte, der seit dem 13. August kein Spiel mehr verloren hat, wird ganz einfach erwartet, dass er gegen Sorghof (Samstag, 22. Oktober, 14 Uhr) seiner Favoritenrolle gerecht wird und den zwölften Saisonsieg einfährt - zumal der Aufsteiger zuletzt auch im Derby gegen Etzenricht mit 1:6 gehörig unter die Räder kam. Um sich für diese Schlappe zu rehabilitieren, gibt es für die "Indianer" keine bessere Gelegenheit, als gegen den Spitzenreiter - und noch dazu in einem Derby - mit leidenschaftlichem Kampf und beherztem Spiel für einen Paukenschlag zu sorgen.

Daher warnt auch DJK-Trainer Faruk Maloku seine Mannschaft vor dem angeschlagenen Gegner: "Sorghof hat eine gute Mentalität und Moral sie sind in der Lage sich gerade in solchen Spielen hochzuziehen." Das haben auch der ASV Cham beim 2:2 und der TSV Bad Abbach vorletzte Woche erfahren müssen. Auf der Freizeitinsel stand es nach 90 Minuten 1:1, bevor dem Gastgeber in der Nachspielzeit doch noch der Siegtreffer gelang. "Meine Mannschaft muss zeigen, dass sie Lösungen gegen einen voraussichtlich tief stehenden Gegner hat", so Faruk Maloku.

Diese hatte sie bisher vor allem gegen Mannschaften der ersten Tabellenhälfte. Sieben Siege und zwei Unentschieden (Hauzenberg und Bad Abbach) zeigen, dass Einstellung und Konzentration in diesen Begegnungen fast optimal waren. Auf der anderen Seite wurden Punkte abgegeben gegen Mannschaften, die zumindest momentan noch weiter hinten platziert sind (Etzenricht, Kareth, Osterhofen). Die Truppe von Gästetrainer Thorsten Baierlein ist sehr gut in die erste Landesliga-Saison gestartet und stand nach sechs Spielen mit zwölf Punkten auf dem fünften Platz. Nach einer langen Negativserie sind seitdem nur noch zwei Punkte hinzugekommen, so dass Sorghof bis auf einen direkten Abstiegsplatz zurückgefallen ist. Einen ähnlichen Verlauf - wenn auch nicht ganz so dramatisch - hatte die DJK in der vergangenen Saison zu verzeichnen, bei der trotz des tristen Herbstwetters natürlich eitel Sonnenschein herrscht. 18 Punkte standen damals auf der Habenseite nach der Vorrunde. Ganz anders die Situation im zweiten Landesligajahr. Mit einem überzeugenden 4:0-Sieg beim heimstarken TSV Waldkirchen holte sich die Maloku-Truppe mit inzwischen 36 Punkten am vergangenen Wochenende vorzeitig die Herbstmeisterschaft. "Das ist zwar kein richtiger Titel, trotzdem ist die Freude über diese Zwischenbilanz natürlich riesig", sagt Faruk Maloku. Zugleich ist dieser Erfolg auch Beleg dafür, dass sich der große Einsatz und die harte Arbeit des Trainer- und Betreuerstabes gelohnt haben. Für Helmut Jurek gibt es ein Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mannschaftskameraden beim SV Sorghof. Der DJK Spielführer spielte vier Jahre für die Rot-Weißen.

Für Sorghof ist es die leichteste Partie, weil der SV ohne jeden Druck spielen kann. In Etzenricht wirkte das Team angeschlagen von den kräfteraubenden Einsätzen der vorangegangen Spiele, in der die Akteure stets läuferisch und kämpferisch an ihr Limit gehen mussten, um überhaupt dagegenhalten zu können. Diese Dauerbelastung hat deutlich ihre Spuren im gesamten Team hinterlassen. Bei einer weiteren Niederlage droht Sorghof die Übernahme der "roten Laterne".

Meine Mannschaft muss zeigen, dass sie Lösungen gegen einen voraussichtlich tief stehenden Gegner hat.Faruk Maloku, Trainer der DJK Gebenbach
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