Bürgerversammlung in Gebenbach
Pro Kopf jetzt deutlich unter 1000 Euro

Bürgermeister Peter Dotzler (stehend) bei der Bürgerversammlung im Gebenbacher Sportheim. Bild: zöh
Vermischtes
Gebenbach
20.12.2015
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Auf großes Interesse stieß die unlängst im Gebenbacher Sportheim abgehaltene Bürgerversammlung. Bürgermeister Peter Dotzler erläuterte den Zuhörern, mit welchen Themen sich der Gemeinderat im laufenden Jahr auseinanderzusetzen hatte und welche Projekte für die nahe Zukunft geplant sind.

Die größte Baumaßnahme ist Teilerschließung des Gewerbegebiets Gebenbach-West. Um die Ansiedlung der Firma Hammermeister-Sondermaschinen zu ermöglichen, sind die Arbeiten bereits in vollem Gange. Die Kosten für die Teilerschließung der Straße, das Verlegen der Wasser- und Abwasserleitungen sowie den Bau eines Löschwasserbehälters liegen bei rund 411 000 Euro. Dazu kommen Baunebenkosten von 52 000 Euro. Mit 15 300 Euro vergleichsweise bescheiden waren die Ausgaben für neue Spielgeräte an den Spielplätzen in der Gemeinde.

Ab dem Frühjahr


Nach Klärung aller rechtlicher Fragen konnte endlich grünes Licht für die Sanierung des Badeweihers in Atzmannsricht gegeben werden. Die Kosten hierfür werden mit 120 000 Euro veranschlagt, wobei eine Förderung von 50 Prozent zu erwarten ist. Die Sanierung soll im nächsten Frühjahr erfolgen. Ob der geplante Beach-Volleyballplatz neben dem Badeweiher gebaut werden kann, hängt von dem noch zu erstellenden Lärmschutzgutachten ab.

Weniger pro Kopf


Gute Nachrichten gab es bezüglich der Finanzlage. "Die Verschuldung konnte um über 90 000 Euro verringert werden, die Pro-Kopf-Verschuldung sank dadurch von 1196 auf 923 Euro", erläuterte der Bürgermeister.

Große Pläne hat Peter Dotzler auch für die Zukunft. Im Mittelpunkt stehen die DSL-Vollerschließung der gesamten Gemeinde, die Dorferneuerung in Kainsricht, die Entwicklung der Ortskerne, die Vermarktung der Baugebiete und der Ausbau des Kernwegenetzes. Die Planungen für all diese Projekte haben bereits begonnen, die Umsetzung wird sich aber noch über Jahre hinziehen. Gemessen an der Zahl der Besucher gab es sehr wenige Fragen zu den Ausführungen des Gemeindeoberhaupts. Im Vorfeld der Versammlung war lediglich ein schriftlicher Antrag aus der Bevölkerung eingegangen. Werner Kaiser aus der Irlstraße bemängelte, dass die Gemeinde sich nicht um die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Bereich der B 14 kümmere.

An Polizei leiten


Dieser regte an, dass die Daten der an den Ortseingängen aufgestellten Geschwindigkeitsmessgeräte umgehend an die Polizei weitergeleitet werden, da Autofahrer innerorts mit bis zu 100 km/h unterwegs seien und damit die Sicherheit aller Bürger gefährdeten. Dieses Thema wurde schon mehrmals in Gemeinderatssitzungen angesprochen, geschehen sei aber nichts. Dotzler sagte zu, das Problem bei der nächsten Verkehrsschau mit der Polizei anzusprechen.

Gut eingebunden


Bereits vor einigen Monaten verteilte Gemeinderätin und Seniorenbeauftragte Christine Sabisch Fragebögen an alle Haushalte, um herauszufinden wo Senioren der Schuh drückt. Bei der Auswertung stellte sich heraus, dass sich die große Mehrheit gut ins soziale Leben der Gemeinde eingebunden fühlt, sich aber mehr gesellige Veranstaltungen für Senioren wünscht. Bei der Unterstützung im Alltag verlassen sich fast alle auf die Familie und auf ambulante Dienste. Lediglich die wichtigsten Informationsquellen sind immer noch der Pfarrbrief und die Tageszeitung, das Internet spiele keine Rolle.
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