Grünlandtagung für Landwirte in Gebenbach: Wie sich der Erfolg verbessern lässt
Auf das richtige Futter kommt es an

Landwirtschaftsdirektor Wolfhard-Rüdiger Wicht (links) eröffnete die Grünlandtagung und freute sich über die Ausführungen von Maximilian Graml, Michael Beimler, Wolfgang Wittmann und Martin Mosandl (von rechts). Bild: hi
Vermischtes
Gebenbach
03.03.2016
11
0

Premiere für den neuen Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Amberg, Wolfhard-Rüdiger Wicht: Er eröffnete die Grünland- und Futterbautagung in Gebenbach. Vier Referenten befassten sich mit Trockenschäden, Pflanzenschutz im Mais und bestmöglichem Grünland.

Pflanzenbauberater Wolfgang Wittmann informierte über Kulap (Kulturlandschaftsprogramm), Zahlungsansprüche, Wettbewerbe und Feldtage beziehungsweise Info-Fahrten. Michael Beimler (Erzeugerring-Beratung Oberpfalz) führte aus, dass das trockene Wetter im vergangenen Jahr "manche Grünlandbestände schlecht aussehen ließ". Dauernde Beobachtung sei notwendig.

Für vorhandene Lücken empfahl der Referent eine Nachsaat mit konkurrenzfähigen und dem Standort angepassten Sorten. Die beste Versicherung wäre eine geschlossene Narbe gegen unerwünschte Beikräuter wie dem stumpfblätterigen Ampfer oder den giftigen Kreuzkrautarten. Auffallend sei, dass allein durch die Vermeidung von schädlichem Bodendruck der Anteil dieser unerwünschten Art deutlich abnehme.

Maximilian Graml, Teamleiter der Erzeugerring-Beratung Oberpfalz, ging auf die Notwendigkeit einer gezielten Herbizidmaßnahme im Maisanbau ein. Es sei wichtig, diese nach den Vorgaben des integrierten Pflanzenbaus anzuwenden.

Gezielte Auswahl nach Leit-Unkräutern und Ungräsern in Verbindung mit den in der Kultur schwer zu bekämpfenden Unkräutern wie Storchschnabel sei oberstes Gebot, Witterungsparameter und Entwicklungsstadium seien besonders zu beachten. Know-how und Kenntnisse in Herbizidauswahl, Resistenzmanagement und örtliche Erfahrungen seien Grundvoraussetzungen für das Gelingen der Maßnahmen. Aus der Praxis berichtete Martin Mosandl. Der Landwirt aus Ottmaring im Altmühltal sagte, bestes Grünland könne zu betrieblichem Erfolg führen. Durch gescheites Grünfutter könne man eine beachtliche Milchmenge erwirtschaften.

Fachberater Wolfgang Wittmann verwies darauf, dass die Kulap-Antragsstellung bis zum Wochenende erledigt sein sollte. Bis 15. Mai seien die Zahlungsansprüche mit und ohne Flächen mit dem Grundwert 187 Euro zu übertragen. Wittmann machte die Zuhörer noch aufmerksam auf die Feldtage am Mittwoch, 15. Juni, in Haßfurt. Im Frühjahr will das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Feldbegehungen organisieren, im März sollen die Nachsaatflächen begutachtet werden, hieß es abschließend.
Weitere Beiträge zu den Themen: Landwirtschaft (191)Grünlandtagung (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.