Kinder wollen in Atzmannsricht eine vermummte Gestalt beobachtet haben
Keine Spur vom "Maskenmann"

(Foto: dpa)
Vermischtes
Gebenbach
20.09.2016
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Zwei Kinder wollen am vergangenen Wochenende in Atzmannsricht eine Person mit Gesichtsmaske gesehen haben. Die Polizei hat jedoch keine greifbaren Hinweise für seine Existenz.

Die Nachricht vom sogenannten „Maskenmann“ stößt auf reges Interesse. "Weil mittlerweile über die sozialen Medien durchaus angsteinflößende Botschaften in den Umlauf gebracht wurden, sieht sich die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg veranlasst, über das Ereignis zu berichten", erklärt Polizeisprecher Michael Kernebeck. Am Freitagabend, 16. September, gegen 18.20 Uhr rief eine Frau aus Atzmannsricht bei der Polizei an. Sie gab an, dass sich kurz zuvor eine schwarz gekleidete Person, die angeblich auch eine schwarze Gesichtsmaske und schwarze Handschuhe getragen haben soll, am Randes ihres Anwesen aufgehalten haben soll.

Zwei Kinder befragt


Wie die Polizei berichtet, soll die siebenjährige Tochter der Anruferin die verdächtige Person entdeckt haben. Das Mädchen spielte zu diesem Zeitpunkt auf der Terasse. "Bei Erblicken des Kindes habe die Person wortlos das Grundstück verlassen und sei in Richtung Gebenbach gelaufen oder gerannt", schildert Kernebeck. Körperlicher Kontakt zwischen dem Kind und dem "Maskenmann" habe es nicht gegeben.

Auch ein weiterer Schüler im gleichen Alter aus der Nachbarschaft wollte die dunkel gekleidete Person am besagten Abend gesehen haben. Angeblich sei der Verdächtige bereits an anderen Tagen im Bereich Atzmannsricht unterwegs gewesen.

Erfolglose Fahndung


Trotz sofort eingeleiteter Fahndung konnte keine Person ermittelt werden. Die Polizisten stellten nur ein Taschentuch als möglichen Spurenträger sicher. Die Herkunft dieses „Beweisstückes“ kann jedoch nicht zweifelsfrei belegt werden. Ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Verdachtes des Hausfriedensbruchs wurde eingeleitet.

Am Sonntagmorgen, 18. September, waren mehrere Streifen im Gemeindebereich Gebenbach im Einsatz und die Kinder wurden intensiv befragt. Dennoch gibt es keinerlei Hinweise auf eine Existenz des sogenannten "Maskenmannes", außer der Aussagen der beiden Kinder. Die Polizei lobt jedoch das Hinweisverhalten in der Bevölkerung. Da sonst bei Auffälligkeiten in der Nachbarschaft die Polizei informiert werde, sei es besonders verwunderlich, dass in diesem Falle keine weiteren Beobachtungen gemeldet wurden.

Sollten sich dennoch neue Hinweise auf den Unbekannten ergeben, werden die Bürger gebeten, die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg unverzüglich unter der Telefonnummer 09661/87440 oder über den bekannten Notruf 110 zu verständigen.
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