Akribie zahlt sich aus

Lokales
Georgenberg
21.03.2015
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Die laut Bürgermeister Johann Maurer "sehr gewissenhafte und akribische Arbeit der Kämmerin", der ein dickes Lob galt, zahlt sich für Georgenberg aus.

Stefanie Polat-Schieder legte in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag nämlich ein Zahlenwerk ohne Kreditaufnahme vor und sprach deshalb auch von einem "erfreulichen Haushalt".Der Gesamtetat hat ein Volumen von 3 461 186 Euro. Dabei fallen im Verwaltungshaushalt 2 069 157 Euro und im Vermögenshaushalt 1 392 029 Euro an.

"Für den Ausgleich des gemeindlichen Haushalts soll im Laufe 2015 der Rücklage sukzessive ein Betrag bis zu 526 971 Euro entnommen werden", erläuterte die Beamtin, wobei sie auf den positiven Jahresabschluss 2014 hinwies. Als wichtige Einnahmequelle nannte sie die Schlüsselzuweisungen über 707 848 Euro und bezifferte die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt auf 101 658 Euro. "Brocken" auf der Ausgabenseite im Verwaltungshaushalt sind die Umlagen an den Landkreis (411 554 Euro), die Verwaltungsgemeinschaft Pleystein (204 725 Euro) und den Schulverband (69 844 Euro).

Löschfahrzeug enthalten

Im Vermögenshaushalt enthalten sind nach den Aussagen der Kämmerin unter anderem der vom Gemeinderat beschlossene Kauf des Löschfahrzeugs TSF-W für die Georgenberger Feuerwehr, die Digitalfunk-Geräte, die Anschaffung eines neuen Schneepflugs oder der beabsichtigte Ausbau der Ortsstraße in Gehenhammer dank eines Förderprogramms durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz. Zu den veranschlagten ordentlichen Tilgungen über 95 044 Euro kommen laut Polat-Schieder noch 374 365 Euro außerordentliche. Somit ist ihren Aussagen zufolge derzeit davon auszugehen, "dass der Schuldenstand von 1 636 869 Euro am 31. Dezember 2014 auf 1 167 460 Euro zum Ende dieses Jahres gesenkt werden kann. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 867 Euro."

Einstimmig billigte das Gremium dann sowohl die Haushaltssatzung als auch das Investitionsprogramm und den Finanzplan für die Haushaltsjahre 2014 bis 2018. Auf 35 Jahre zurück geht laut Josef Pilfusek die Aufstellung des seit März 1981 rechtskräftigen Bebauungsplans "Mitteräcker" in der Ortschaft Georgenberg. "Es sind Festsetzungen enthalten, die in dieser langen Zeit überholt und einfach nicht mehr zeitgemäß sind", meinte der Beschäftigte. Bürgermeister Johann Maurer bezog das auch auf die Erweiterung eines Wohnhauses im Baugebiet und sprach sich für flexiblere Bauweisen aus. Vielleicht seien dann auch Genehmigungen im entsprechenden Freistellungsverfahren möglich, ergänzte Pilfusek.

Änderung des Plans

Am Ende beschloss der Gemeinderat die erste Änderung des Bebauungsplans und beauftragte dazu das Studio für Architektur und Gestaltung von Architekt Marco Gruber. Sollte ein Umweltbericht erforderlich sein, soll diesen das Büro für Landschaftsökologie Konrad & Mertl erstellen. Keine Einwände gab es gegen den Neubau eines Milchviehlaufstalls mit zwei Güllegruben durch Franz Nickl in Unterbernlohe. Das galt auch für den von Andreas Hirnet beantragten Abbruch des Wohnhauses Neukirchen zu St. Christoph 1.
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