Fundament der Partei

Über Porzellanlöwen freute sich die CSU-Gründungsmitglieder Albert Kick und Ludwig Herrmann (Fünfter und Sechster von links), die ihnen die Ortsvorsitzende Marina Hirnet (Dritte von links) übergab. Als Festredner gratulierte MdB Reiner Meier (Zweiter von rechts) der Georgenberger CSU. Bild: pi
Lokales
Georgenberg
15.11.2015
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Seit einem halben Jahrhundert gibt es die CSU in Georgenberg. Bei der Jubiläumsfeier zeigte Altbürgermeister Albert Kick sein Geschichtswissen um den Ortsverband.

Eigentlich hätte "50 Jahre CSU in Georgenberg" mit Musik gefeiert werden sollen. Wegen der Terroranschläge in Paris hatte der Vorstand um Vorsitzende Marina Hirnet jedoch darauf verzichtet. Deshalb galt das Gedenken am Samstag im Gasthaus "Hammerwirt" zunächst allen Opfern sowie den verstorbenen Mitgliedern.

"In einer politisch nicht leichten Zeit haben die Gründungsmitglieder aufrichtig ihre politische Auffassung vertreten", erinnerte Hirnet. Sie sprach von einer bewegten Orts- und Ortsverbandsgeschichte mit Höhen und Tiefen. "Es konnten aber überwiegend Erfolge gefeiert werden", nahm sie Bezug auf die Bürgermeister-Wahlsiege von Adolf Herold, Albert Kick und Johann Maurer. Als Garanten für eine erfolgreiche Kommunalpolitik bezeichnete sie Glaubwürdigkeit, Geradlinigkeit, Berechenbarkeit sowie Bereitschaft und Wille zur Mitverantwortung, "aber auch eine gesunde Kompromiss-Bereitschaft".

Ohne Manuskript schilderte Altbürgermeister Albert Kick die Entstehungsgeschichte der CSU in der Grenzlandgemeinde. "Nach dem Zweiten Weltkrieg waren alles irgendwie lose Zusammenschlüsse", sagte er zu früher existierenden Ortsverbänden, ob in Dimpfl oder Waldkirch. Zur Sprache kam unter anderem auch das Gezeter um einen Kreistagskandidaten 1960, als Albert Völkl den favorisierten Adolf Herold aus dem Feld schlug. "Herold ist dann über die Liste der Freien Wähler in den Kreistag gekommen", ließ Kick wissen. "Damit hatten wir neben Völkl zwei Kreisräte im damaligen Kreistag Vohenstrauß."

Als Auslöser für seine Initiative zur Gründung eines "echten CSU-Ortsverbandes" nannte der Altbürgermeister die Bundestagswahl am 19. September 1965. Am 5. Dezember war es dann soweit, als im Gasthaus Herold der Ortsverband Neukirchen zu St. Christoph entstand. Als eine der wichtigsten Entscheidungen bezeichnete Kick die Bildung der Einheitsgemeinde Georgenberg zum 1. Januar 1971 im Vorfeld der Gebietsreform.

Christliche Verantwortung

"Wir stehen an der Klippe, was Europa und den Frieden anbelangt", kommentierte Bundestagsabgeordneter Reiner Meier die Anschläge in Paris, meinte aber auch, dass die Sicherheitslage keine andere sei als zuvor. Dennoch warnte er: "Wir müssen aufpassen." In Bezug auf das Flüchtlingsdrama warb der Parlamentarier um Verständnis für "echte Asylbewerber" und erinnerte an die christliche Verantwortung. "Bitte unterscheiden Sie zwischen Asylbewerbern mit einem Anspruch nach dem Grundgesetz und solchen, die aus sicheren Drittstaaten kommen", bat Meier.

"Ihr seid das Fundament der Partei", lobte er die Frauen und Männer der Georgenberger CSU. Bei ihr hatte er auch ein "gesundes Mittelmaß" in Bezug auf die Altersstruktur entdeckt. Von "50 Jahren Zusammenhalt und imposanten Leistungen" sprach Andrea Lang. Pleysteins zweite Bürgermeisterin freute sich außerdem über das hervorragende Verhältnis in der Verwaltungsgemeinschaft und die interkommunale Zusammenarbeit darüber hinaus.

Laut Bürgermeister Johann Maurer "hat unsere CSU wichtige Projekte alleine getragen". Der seit 2002 amtierende Rathauschef nannte unter anderem den Bau der Abwasseranlage Waldkirch, Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung - darunter den Kreuzungsbereich Lösselmühle - oder die energetische Sanierung der Grundschule und den Umbau der Kindertagesstätte.
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