Gemeinde gut in Form

Lokales
Georgenberg
27.11.2014
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Johann Maurers Rückschau auf die Großprojekte 2014 in der Bürgerversammlung im "Berggasthof" fiel positiv aus. Der Rathauschef freute sich vor allem über die Finanzspritze in Form einer Stabilisierungshilfe von 300 000 Euro.

"Für dieses Jahr ist zwar eine Kreditaufnahme über 130 000 Euro geplant, es dürfte jedoch keine erforderlich werden", meinte Maurer. Seinen Aussagen zufolge könnte der Schuldenstand der Kommune von 1 763 431 Euro auf 1 569 089 Euro gesenkt werden. Nach den Aussagen des Gemeindechefs orientiert sich die Vergabe an Kriterien wie etwa einer unterdurchschnittlichen Steuerkraft, erheblicher Einwohnerverluste oder dem Rückgang von Arbeitsplätzen.

"Eine Rolle spielen daneben der Stand der Verschuldung sowie der jeweilige Standard im Rahmen der Aufgaben-Erfüllung." Dazu informierte Maurer, "dass seit 2014 ein begrenzter Anteil der Stabilisierungshilfen zur notwendigen Verbesserung und zum Erhalt der kommunalen Grundausstattung eingesetzt werden dürfen". Das bedeute, dass bei der Erfüllung von Pflichtaufgaben Handlungsspielraum vorhanden sei.

Den amtlichen Einwohnerstand bezifferte der Bürgermeister auf 1347. "Wir sehen, dass er zurückgeht", sagte er im Hinblick auf die Zahlen vom 9. Mai 2011 (1380) oder 31. Dezember 2012 (1352)). Zur Welt gekommen sind heuer laut Maurer bisher neun Kinder.

Als wichtige Einnahmen bezeichnete er neben den Grundsteuern A und B die Gewerbesteuer sowie den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (333 644 Euro) und die Schlüsselzuweisungen (619 688 Euro). Auf der Ausgabenseite schlagen vor allem die Kreisumlage (419 285 Euro) sowie die Umlagen an die Verwaltungsgemeinschaft (194 303) und den Schulverband Pleystein (59 831 Euro) zu Buche.

Für Maurer war 2014 geprägt vom Umbau und der Erweiterung des Bauhofs, der Umgestaltung des Feuerwehrhauses und vom Kauf eines neuen Unimogs. Außerdem habe die Gemeinde Wert auf die Instandsetzung von Straßen gelegt. Zum bereits 2013 abgeschlossenen Projekt "Abwasseranlage Waldkirch" ließ er wissen, "dass der Verwendungsnachweis erstellt ist und die Unterlagen derzeit beim Wasserwirtschaftsamt Weiden zur Prüfung liegen". Erst nach dem Eingang der letzten Zuwendungsrate könne der endgültige Beitragssatz festgesetzt werden. "Das wird noch ein paar Monate dauern."

Dasselbe gilt laut Maurer auch für die Maßnahme "Wasserversorgung". Dazu müsse erst eine neue Beitrags- und Gebührenberechnung erstellt werden.

Noch große Aufgaben

Für 2015 kündigte der Bürgermeister die weitere Instandsetzung der Straße von Schwanhof nach Neukirchen zu St. Christoph, die Sanierung der Zugangsbrücke zum Aussichtsturm auf der Burgruine Schellenberg oder den Ausbau der Ortsstraße in Gehenhammer im Rahmen eines Förderprogramms des Amts für Ländliche Entwicklung an. "Die mündliche Zusage für die Förderung von 65 Prozent liegt vor."

Am Ende sprach er von einem vorbildlichen ehrenamtlichen Engagement in der Gemeinde, wobei er etwa die Leistungen der Feuerwehren, des Oberpfälzer Waldvereins oder der Helfer-Ort-Gruppe hervorhob.
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